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Giuseppe Casutt, Dipl.-HTL-Ing. bei A-Enterprise GmbH. Blog Author zu den Themen, Windows, VMware, Synology, Fortinet und Open Source. Tutorials und HowTos zu Problemlösungen und System Integration.

SSH Tunnel Reverse Port forwarding

VPN Tunnel mit SSH Port Weiterleitung

SSH ist bei Linux von Beginn an dabei, auch Apple hat Secure Shell in macOS integriert, und Microsoft verpasste ebenfalls OpenSSH unter Windows 10 ab 1803 und Server 2019 als optio­nales Feature. Dazu gibt es SSH-Tunnel und SSH Port forwarding von den seit geraumer Zeit bekannten Tools wie PuTTY und KiTTY. Warum also SSH nicht nur als Terminal (TTY) nutzen, sondern auch als VPN Tunnel, dabei stehen nützliche Möglichkeiten für den Einsatz zur Verfügung, beispielsweise wenn ein VPN Tunnel nicht an der Firewall terminiert werden soll, oder wenn in Unternehmensnetzwerke keine zusätzliche Software installiert werden kann, oder die rechte dazu fehlen. Ein SSH Reverse Tunnel ist immer dann hilfreich, wenn man auf einen Remote Computer, der hinter einer Firewall steht, nicht zugreifen kann.

  Bei Windows 10 ist der OpenSSH Client in den Einstellungen zu finden, unter Apps & Features – Optionale Features – OpenSSH-Client.

Dieser Beitrag beschreibt die Anwendung von SSH als VPN Tunnel mit Port forwarding unter OpenSSH auf Linux, macOS und Windows.

SSH Tunnel zu Remote Host B

Hier in einem Beispiel wird ein Tunnel von Host A zu Host B aufgebaut, Host B ist ein Webserver von diesem die Intranet Seite http://192.168.111.10 auf Host A geöffnet werden soll. Als einzige voraussetzung gilt dabei, das es auf der Firewall (NAT Router) ein NAT Mapping über Port 22 zu Host B gibt, und das SSH auf jedem Host vorhanden ist.

Abbildung: ssh tunnel host A to host B

Das Command im Linux Terminal auf Host A wie folgt ausführen:

Auf Host A kann nun die Webseite http://localhost geöffnet werden. Der SSH Tunnel macht die Weiterleitung für TCP Port 80 auf Host B von 192.168.111.10 zum localhost 127.0.0.1 auf Host A, der externe Port ist 45680.

Wobei wir uns auf Host B mit Benutzer cherry anmelden.
Die Bedeutung der Parameter:
-L = Lokaler Port.
-N = kein Remote Command ausführen.
-p = Externer SSH Port (NAT Port bei Firewall).
-T = kein Terminal öffnen.

Auf dem Host B muss der SSH Daemon konfiguriert und aktiviert sein, in der Konfigurationsdatei /etc/ssh/sshd_config sind folgende Einstellungen erforderlich, bei vielen Linux distributionen ist dies default.

  Die mit # auskommentierten Zeilen sind default Werte, zB. #AllowTcpForwarding ist per default yes.

Als SSH Server eignen sich viele Geräte, die auf Linux und FreeBSD OS laufen, so auch Synology NAS, FreeNAS, FreePBX Distro, OpenWrt, Raspberry Pi (Raspbian) und nun auch Windows Server, um nur einige zu nennen.

SSH Tunnel zu Remote Host C

In diesem Beispiel wird ein SSH Tunnel von Host A zu Host C aufgebaut, Host C ist ein RDS-Terminalserver, Host B dient als Port forwarder.

Abbildung: ssh tunnel host A to host C

Das Command im Linux Terminal auf Host A wie folgt ausführen:

Die Remotedesktop Sitzung zu Host C wird über localhost auf Host A aufgebaut, durch drücken der Taste Win + R wird Ausführen geöffnet, dazu die Eingabe mstsc /v:localhost mit OK bestätigen.

 In diesem Beispiel wird der Standard TCP Port 3389 für RDP als interner sowie auch als externer Port verwendet. Es können alle unprivilegierte Ports (-L) höher als 1024 verwendet werden, kommt ein anderer Port als 3389 zur Anwendung, dann muss der Port zur ausführung an RDP übergeben werden, zB: mstsc /v:localhost:44389

Bei Host B muss der Kernel für IP forwarding aktiviert sein, das Command hierfür in der Shell als root ist:

Alternativ wird mit echo in der Shell Console das selbe bewirkt:

Den aktuellen IPv4 forward Status wie folgt abfragen:

Mit 1 wird die aktivierung bestätigt, 0 gilt für die deaktivierung. Die Änderung ist nicht Boot persistent, damit nach dem nächsten start das IP forwarding wieder aktiv ist, editiert man mit nano oder sudo vi /etc/sysctl.conf

Es empfiehlt sich zur Authentifizierung ein SSH Schlüssel zu verwenden, ein Schlüsselpaar kann wie folgt erzeugt werden:

Den Public Key ~/.ssh/key_rsa.pub speichert man im Home Pfad des Benutzers, hier in diesem Beispiel auf dem Host B unter dem Pfad in der Datei ~/.ssh/authorized_keys, mehr dazu in diesem Artikel hier.

  Die Authentifizierung unter Verwendung von SSH Schlüssel ist nicht nur sicherer, es bieten sich weitere vorteile, Beispielweise wird der Anwender nicht aufgefordert ein Passwort eingeben zu müssen, auch lässt sich so der SSH Tunnel und weitere Commands aus einem Script ausführen.

SSH Tunnel unter macOS

Bei Apple macOS steht SSH erst nach der Aktivierung zur Verfügung, dies im Terminal wie folgt zur Ausführung kommt:

Danach kann der SSH Tunnel unter macOS aufgebaut werden.

Mit dem Remote Desktop for Mac wird jetzt bei Gateway localhost eingetragen und die RDP Session aufgebaut, auf diese weise sind Terminalserver geschützt und nur über SSH erreichbar.

macOS bietet auch die möglichkeit zur automatisierung und nutzt dazu launchd und die launch system services, folgendes Script wird angelegt unter:
@/Library/LaunchDaemons/server.hostc.client.cherry.home.plist mit folgendem Inhalt:

OpenSSH-Server Installation aus PowerShell

Bei Windows Server 2019 kann der OpenSSH-Server auch aus der PowerShell bereitgestellt werden.

Computer Seriennummer Abfragen

BIOS und Seriennummer ermitteln

Die Seriennummer kann nützlich sein, um Computerhardware für Inventurzwecke zu identifizieren, die oft auf einem kleinen Aufkleber auf der Rückseite des Geräts steht. Wir können diese Seriennummer auch aus der BIOS-Konfiguration erhalten. Hierzu kann die Windows Management Instrumentation (WMI)-Klasse Win32_Bios genutzt werden.

Die Seriennummer gibt ebenso Aufschluss über den Status der Herstellergarantie. Wie es bei Hewlett Packard Enterprise 9,41 -0,32 -3,29% die Produktgarantie-Prüfung gibt, oder bei Lenovo Group Ltd. 11,04 +0,01 +0,13% auf der Support-Webseite es möglich ist. Die BIOS-Version und Seriennummer um den Computer zu identifizieren, bei der Suche nach Software-Updates und passenden Treiber bei den Herstellerwebseiten.

Die Abfrage der Seriennummer mittels WMI-Klasse Win32_Bios aus dem Command Prompt:

Im Command Prompt gibt folgender Befehl die Ausgabe der BIOS-Version:

In der PowerShell werden BIOS Informationen und die Seriennummer wie folgt ermittelt:

Der folgende PowerShell Befehl enthält die Seriennummer des aktuellen Computers:

Das Cmdlet ruft die Klasse win32_bios ab, aus einer CIM-Instanz des CIM-Server, und bringt die BIOS Information zur Ausgabe.

Kopano schutz mit Fail2ban

Kopano schützen gegen Attacken

Dieses Howto beschreibt die Installation und Konfiguration von Fail2ban für die Kopano Groupware auf Ubuntu 16.04.4 LTS. Fail2ban bietet effektiven schutz gegen Brute-Force Attacken, in dem aus Syslog und Apache Protokoll fehlgeschlagene versuche von Authentifizierungen herausgefiltert werden, um anschliessend den Host für eine bestimmte Zeit mittels Kernel Firewall zu blockieren.

Installation Fail2ban auf Kopano Server

Das Paket Fail2ban wird auf dem Ubuntu Host als root wie folgt installiert. Fail2ban ist auf Python entwickelt, weshalb die erforderlichen Bibliotheken nachgeladen werden.

Nach der Installation wird Fail2ban ausgeführt und in systemd für den autostart aktiviert.

Ein Fail2ban Filter für Kopano bereitstellen, wir erstellen die Datei kopano-webapp-auth.conf

Den Inhalt mit folgenden Zeilen in die Filter Datei einfügen:

Den Fail2ban Filter für Kopano aktivieren, dazu die Konfigurationsdatei jail.local erstellen.

Und den folgenden Inhalt einfügen:

Hier wird error.log ausgelesen mit der Variable %(apache_error_log), /var/log/apache2/error.log

Fail2ban erneut starten um die änderungen zu aktivieren.

Den Status von Fail2ban kann wie folgt überprüft werden.

Die Firewall gibt Aufschluss über den Status der aktuell durch Fail2ban geblockten Hosts, mit einer iptables abfrage: