Alle Beiträge von Don Matteo

lebt in der Schweiz, ist System Engineer MCP bei A-Enterprise GmbH. Mitglied des UNBLOG Network. Author und Blogger zu den Themen, Linux und Open Source. Tutorials für Windows, VMware, Synology, Fortinet.

Firefox Lesezeichen unter Symbolleiste verkleinern

Firefox Update vergrössert Lesezeichen-Kontextmenü in der Symbolleiste. Verkleinerung mit userChrome.css

Wie man nach dem Mozilla Firefox Update 92 unschwer erkennen kann, erscheinen die Lesezeichen-Menü unter der Symbolleiste jetzt viel grösser. Ein Vergleich zu Chrome zeigt die Menüabstände (padding) zwischen den Lesezeichen nun gut doppelt so gross.

Geht man zu den Firefox-Einstellungen über das Menü  , fördert die Auswahl unter Weitere Werkzeuge und Symbolleiste anpassen beim Schalter Dichte mit der Wahl „Normal“ nicht wirklich eine Verkleinerung zu tage. Hat man viele Lesezeichen in einem Ordner, können abhängig von der Bildschirmauflösung, die Menüs schon mal über den Rand hinaus gehen.

So wird’s gemacht

  Wie angekündigt, kann in der aktuellen Version von Firefox 92 der Menüabstand nur über userChrome.css reduziert werden. In der nächsten Version von Firefox 93 wird die Unterstützung hinzugefügt, um den Menüabstand über „Dichte: Kompakt“ auf der Seite „Symbolleiste anpassen“ zu reduzieren.

Mit anlegen der Datei userChrome.css lassen sich die Lesezeichen-Menü (menuitem) mittels Stylesheets ändern. Zuvor muss aber bei Firefox 69 und höher die Voreinstellung auf der about:config-Seite von false auf true gesetzt werden, um userChrome.css und userContent.css im Chrome-Ordner zu aktivieren. Dabei in der Firefox Adresszeile about:config einfügen und mit Enter die Seite aufrufen.

Firefox Advanced settings about:config

  Auf der Seite Vorsicht! klicke auf Risiko akzeptieren und fortfahren

Folgende Zeile ins Suchfeld „Einstellungsname suchen“ eingeben und mit Enter ausführen.

toolkit.legacyUserProfileCustomizations.stylesheets

Es erscheint die Option für Benutzerdefinierte Stylesheets, hier rechts auf das Symbol klicken um auf true zu setzen.

Für die Stylesheet-Dateien ein Ordner chrome anlegen (falls nicht bereits vorhanden), unter dem Firefox Profilordner, dieser Profilordner findet man am einfachsten, indem man das Firefox Menü    öffnet, dann auf Hilfe geht und Weitere Informationen zur Fehlerbehebung öffnet, hier etwas nach unten scrollen und bei Profilordner auf die Schaltfläche Ordner öffnen klicken, es öffnet sich der Profilordner im Datei Explorer. Hier nun den Ordner chrome erstellen.

Mozilla Firefox default profile path to userChrome.css

  Wahrscheinlich muss Windows noch angewiesen werden, die Dateierweiterungen anzuzeigen, falls dies nicht schon getan ist, standardmäßig werden Dateierweiterungen ausgeblendet. Unter Windows 8 oder 10 kann man einfach auf die Registerkarte Ansicht im Menüband in das Kontrollkästchen Dateinamenerweiterungen klicken, um den Dateityp sichtbar zu machen.

Windows Datei Explorer Ansicht Dateinamenerweiterungen

Die Datei userChrome.css unter dem Profilordner im Ordner chrome ist eine Stylesheet Datei mit besonderer Bedeutung für Firefox. Die Regeln in userChrome.css werden auf die Benutzeroberfläche angewendet und können fast jede integrierte built-in style Regel überschreiben.

  Diese userChrome.css Datei hat nichts mit Google Chrome zu tun. Chrome bezeichnet die Benutzeroberfläche des Webbrowsers, nach der Google Chrome benannt wurde.

menupopup > menuitem, menupopup > menu {
 padding-block: 2px !important; /*adjust: 0px-4px*/
 min-height: 22px !important; /*adjust: 21px-24px or unset*/
}

*|*:root {--arrowpanel-menuitem-padding: 2px 8px !important;}

Die CSS Code Zeilen in den Notepad Editor einfügen und mit Dateiname userChrome.css speichern. Die Datei unter dem Firefox Profilordner in den Ordner chrome kopieren. Beim nächsten öffnen von Firefox erscheinen die Lesezeichen unter der Symbolleiste wieder kleiner.

Mozilla Firefox with using Customized  userChrome.css

Möchte man die Schrift ebenfalls ändern, kann die Standard font-size mit einfügen der CSS Code Zeile verändert werden.

/*
 * Make all the default font sizes 8 pt:
 */
* {
font-size: 8pt !important
}

  Nach bearbeiten der Datei userChrome.css müssen alle geöffneten Firefox-Fenster geschlossen werden und Firefox neu gestart werden, damit die Änderungen wirksam werden.

Befehle Suchen in Bash History

Befehl in Bash History finden und erneut ausführen

Bourne-again shell ist eine freie Unix-Shell unter der GPL. Bash merkt sich die eingegebenen Befehle und speichert sie in einer Verlaufsdatei, um sie später wiederholt ausführen zu können. Es ist die Standard Shell für Terminalumgebungen bei den meisten Linux-Distributionen, unter macOS kann die Standard Shell auf Bash festgelegt werden, für Windows wird Bash mit der WSL Installation verfügbar.

Bash the Bourne-again shell on Debian
Bash the Bourne-again shell on Debian

Die meisten werden es kennen, mit der Pfeiltaste nach Oben kann man durch den Bash-Verlauf scrollen, um ein zuvor ausgeführter Befehl wiederholt auszuführen.

Bash-History Rückwärtssuche

Was viele nicht wissen, es lässt sich nach einer bestimmten Befehlszeile in der history suchen, so kann mit Ctrl+R die Rückwärtssuche aufgerufen werden, hier gibt man die Zeichen ein an die man sich erinnert.

Bash Reverse Search Ctrl+R

Durch erneutes Ctrl+R scrollt man schrittweise zurück, zu Befehlszeilen die dem Suchmuster in der History entsprechen.

  • Ctrl+R: Bash-Verlauf nach einem Befehl durchsuchen. Ruft den letzten Befehl auf, der den eingegebenen Zeichen entspricht.
  • Ctrl+O: Führt den gefundenen Befehl aus, nach Ctrl+R.
  • Ctrl+G: Verlässt den Verlaufssuchmodus wieder, ohne einen Befehl auszuführen.

Befehl in Bash-Verlauf druchsuchen

Ein häufiges Szenario in dem man sich wiederfindet, besteht darin, einen Teil eines Befehls einzugeben um dann festzustellen, dass man ihn zuvor ausgeführt hat und den Verlauf danach durchsuchen könnte.

Die korrekte Suchmethode mit dem was sich bereits in der Befehlszeile befindet, besteht darin, den Cursor mit Ctrl+A an den Anfang der Zeile zu bewegen, mit Ctrl+R die Rückwärtshistorie aufzurufen, und mit Ctrl+Y die aktuelle Zeile in die Suche einzufügen, und um dann erneut mit Ctrl+R rückwärts zu suchen.

Bash-Verlauf im Terminal anzeigen

Die Liste der Befehle im Bash-Verlauf beginnt mit einer Index Nummer.

$ history

Der Befehl mit der höchsten Nummer ist der letzte ausgeführte Befehl.

495 vi /etc/bash.bashrc
496 cd /var/www/3w/dot/html/content
497 uname -promsvm
498 vi /etc/sysctl.conf
499 multitail -cS postfix /var/log/mail.log
500 multitail -cS apache /var/log/apache2/access.log
501 multitail -cS syslog /var/log/syslog
502 history

Wir können die Ausgabe abschneiden, indem wir nach dem Befehl eine Zahl angeben. Wenn wir beispielsweise nur die letzten 5 eingegebenen Befehle sehen möchten, können wir Folgendes eingeben.

$ history 5

Weitere Möglichkeiten bieten sich beispielsweise an, mit weiterleiten an grep, um die Befehlsverlauf Ausgabe zu filtern.

$ history | grep hostname
365 hostname
369 hostnamectl status
484 hostnamectl set-hostname debian
486 cat /etc/hostname
516 history | grep hostname

Befehle aus der Bash-Historie ausführen

Wir können einen zuvor gemerkten Befehl wiederholt ausführen, indem wir die Nummer mit einem Ausrufezeichen (!) voranstellen. Wie beispielsweise in die Historie oben, können wir den Befehl hostnamectl status aus der history schnell aufrufen, indem man !369 eingibt.

$ !369
   Static hostname: debian
         Icon name: computer-vm
           Chassis: vm
        Machine ID: fc5cb9d7ace83e1c9c1fcbe4ec76d302
           Boot ID: 379bf41010125c63bbaa4f2b778ac54c
    Virtualization: vmware
  Operating System: Debian GNU/Linux 10 (buster)
            Kernel: Linux 4.19.0-17-amd64
      Architecture: x86-64

Dadurch wird der mit der Verlaufsnummer 369 verknüpfte Befehl direkt aufgerufen und auch gleich ausgeführt.

Wir können auch Befehle relativ zu unserer aktuellen Position ausführen. Das wird ermöglicht indem wir die Syntax !-n verwenden, wobei n durch die Anzahl der Befehle ersetzt wird, die wir zurückgehen möchten.

Wenn wir beispielsweise einen Befehl abrufen und ausführen möchten, den wir vor unserem letzten eingegeben haben, können wir !-5 eingeben, die Session könnte so aussehen.

$ !-5
hostname
debian

Um den vorherigen Befehl erneut auszuführen, macht Bash eine Verknüpfung zum letzten Befehl. Mit der Abkürzung !! wird der neueste Befehl wiederholt ausgeführt.

Bash-Verlauf löschen

Den Verlauf der aktuellen Benutzersitzung bereinigen, beispielsweise nach einer Serie fehlerhaften Befehle, die man nicht weiterverwenden möchte.

$ history -c

Der gespeicherte Bash-Verlauf unter Linux komplett löschen.

$ cat /dev/null > ~/.bash_history

Der Befehl cat löscht den Inhalt der Datei .bash_history des aktuell angemeldeten Benutzers.

Fazit

Dies sollte jetzt eine gute Vorstellung davon geben, wie die zur Verfügung stehenden Verlaufsoperationen genutzt werden können. Einige davon werden wahrscheinlich nützlicher sein als andere, aber es ist gut zu wissen, dass Bash diese Fähigkeiten hat, falls man sich in einer Position befindet, in der es hilfreich wäre, sie auszugraben.

Nicht zuletzt sollte der Befehl history, die Rückwärtssuche und die einfachen History-Erweiterungen helfen, den Arbeitsablauf zu beschleunigen.

Netzwerkdrucker kann nicht installiert werden

Fehler bei Netzwerkdrucker Installation, Druckerverbindung kann nicht hergestellt werden.

Druckerverbindung kann nicht hergestellt werden. Fehler bei vorgang 0x00000006
Microsoft Artikel CVE-2021-34481

Mit dem Windows Update KB5005652, dieser am 10. August 2021 veröffentlicht wurde, werden standardmäßig Administratorrechte erforderlich, um Treiber installieren zu können. Diese Änderung wurde zum Standardverhalten gemacht, um das Risiko auf allen Windows-Geräten zu minimieren, einschließlich Geräten, die keine Punkt- und Druck- oder Druckfunktionen verwenden. Weitere Informationen findent man unter Ändern des Standardverhaltens von Point and Print und CVE-2021-34481.

Standardmäßig können Benutzer ohne Administratorberechtigungen die folgenden Optionen nicht mehr mithilfe von Punkt und Drucken ausführen:

  • Installieren neuer Drucker mithilfe von Treibern auf einem Remotecomputer oder Server
  • Aktualisieren vorhandener Druckertreiber mit Treibern von Remotecomputer oder Server

Hinweis Wenn Sie Point und Print nicht verwenden, sollten Sie von dieser Änderung nicht betroffen sein und sind nach der Installation der am 10. August 2021 veröffentlichten Updates standardmäßig geschützt.

Verwalten des Installationsverhaltens für neuen Point- und Print-Treiber (CVE-2021-34481)

Ändern des Standardverhaltens der Treiberinstallation mithilfe eines Registrierungsschlüssels. Wenn der Wert auf 0 festgelegt wird, können Nichtadministratoren signierte und nicht signierte Treiber installieren. Die Einstellungen für die Punkt- und Druckgruppenrichtlinie werden nicht überschrieben. Daher können die Gruppenrichtlinieneinstellungen diese Registrierungsschlüsseleinstellung außer Kraft setzen. Dazu mit Win+Rcmd die Eingabeaufforderung als Administrator öffnen.

REG ADD "HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\Windows NT\Printers\PointAndPrint" /v RestrictDriverInstallationToAdministrators /t REG_DWORD /d 0 /f

Beim Erstellen oder Ändern dieses Registrierungswertes ist kein Neustart erforderlich.

CVE-2021-36958: Schwachstelle im Print-Spooler von Windows

Microsoft räumte eine weitere Sicherheits­lücke im Print-Spooler von Windows ein. Sie erlaubt An­greifern die Remote-Ausführung von belie­bigem Code mit den Privi­legien des SYSTEM-Account.

Bereits im Juli wurden zwei Sicherheits­lücken im Print-Spooler bekannt, nämlich PrintNightmare (CVE-2021-34527) und CVE-2021-34481. Für beide hat Microsoft mittlerweile Patches bereitgestellt. Dennoch blieb als Lektion aus diesen Schwach­stellen, dass Anwender diese System­komponente deak­tivieren sollten, wenn sie nicht benötigt wird.