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lebt in der Schweiz, ist System Engineer MCP bei A-Enterprise GmbH. Mitglied des UNBLOG Network. Author und Blogger zu den Themen, Linux und Open Source. Tutorials für Windows, VMware, Synology, Fortinet.

lolcat für mehr Farbe im Terminal

Regenbogenfarben in der Linux Console mit lolcat

Für diejenigen, die glauben, dass die Linux Command Line langweilig ist und keinen Spaß macht, die liegen vermutlich falsch. In diesem Beitrag geht es um Linux, und fantastisch bunte Farbige Linux Terminals.

Das kleine Dienstprogramm namens lolcat, das im Terminal die Ausgaben in Regenbogenfarben darstellen kann, habe ich auf einer Fedora Workstation 30 und bei einem Linux Mint 20 (Ubuntu) installiert.

Was ist Lolcat ?

lolcat ist ein Dienstprogramm für Linux, BSD und OSX, das ähnlich wie der Befehl cat (Unix) funktioniert und die Ausgabe in Regenbogenfarben ausgibt. Die Anwendung /usr/bin/lolcat entspricht in etwa dem bei Unixoiden OS bekannten /usr/bin/cat, eng. concatenate (verketten). lolcat wird hauptsächlich dazu genutzt, um Textausgaben im Linux Terminal in Regenbogenfarben auszugeben. lolcat wurde ursprünglich in Ruby entwicklet, dazu gibt es Clone auf Python, und daneben auch in C von jaseg, diese vermutlich performanteste Version, ist als Binary in vielen Repository der Distributionen verfügbar.

Das einfachste ist also, lolcat direkt aus den Standard Repository zu installieren. Bei Fedora wird lolcat wie folgt installiert.

$ sudo dnf install -y lolcat

Bei Linux Mint das auf der Linux-Distribution Ubuntu basiert, ist die Bereitstellung daher wie gewohnt mit dem apt-get Paket Manager.

$ sudo apt install -y lolcat

Nun können Kommandozeilen Befehle in Regenbogenfarben ausgegeben werden, wie beispielsweise der Kalender.

$ cal | lolcat

Der erweiterte Kalender für das ganze Jahr ausgeben.

$ cal -y | lolcat -v 1.1 -h 0.6

Damit man bei jedem öffnen des Terminals eine andere Willkommensnachricht in Form eines Zitat erhält, ähnlich wie es von MOTD bekannt ist, können folgende Zeilen in die Datei .bashrc am Ende unten eingefügt werden, mit einem Editor der wahl wie nano ~/.bashrc, oder vi ~/.bashrc

function cowsayfortune {
    NUMOFCOWS=`cowsay -l | tail -n +2 | wc -w`
    WHICHCOW=$((RANDOM%$NUMOFCOWS+1))
    THISCOW=`cowsay -l | tail -n +2 | sed -e 's/\ /\'$'\n/g' | sed $WHICHCOW'q;d'`

    #echo "Selected cow: ${THISCOW}, from ${WHICHCOW}"
    fortune | cowsay -f $THISCOW -W 100 | lolcat -v 1.1 -h 0.6
}

cowsayfortune

Dazu muss cowsay noch installiert werden, damit werden lustige Tiere oder Fabelwesen in ASCII Text gezeichnet, dabei die Nachricht in einer Sprechblase erscheint.

$ sudo dnf install -y cowsay

Bei Linux Mint und Ubuntu wiederum wie folgt.

$ sudo apt install -y cowsay

Auch kann beispielsweise die man Page mit Regenbogenfarben aufgefrischt werden.

$ man cowsay | lolcat
man cowsay | lolcat

Die Abfrage der Netzwerk Konfiguration wird durch farblich abgegrenzte Kontraste deutlich übersichtlicher, mit den lolcat Parameter vertical_speed (-v) und horizontal_speed (-h).

$ ip a | lolcat -v 10 -h 0
ip a | lolcat -v 10 -h 0

Einige weitere Beispiele zur Anwendung von lolcat.

$ cowsay -f kitty U Can\'t Touch This | lolcat -v 1.1 -h 0.5
cowsay -f kitty U Can\’t Touch This | lolcat -v 1.1 -h 0.5
$ fortune | cowsay -f eyes | lolcat -v 2
fortune | cowsay -f eyes | lolcat -v 2
$ fortune -n long | cowsay -f dragon-and-cow | lolcat -v 1.2 -h 0.8
fortune -n long | cowsay -f dragon-and-cow | lolcat -v 1.2 -h 0.8
$ cowsay -f ghostbusters Look at my gist https://gist.github.com/donkey | lolcat -v 2
cowsay -f ghostbusters Look at my gist https://gist.github.com/donkey | lolcat -v 2
$ figlet -c Herzlich Willkommen | lolcat -v 2
figlet -c Herzlich Willkommen | lolcat -v 2

Es gibt unzählige Möglichkeiten zur Anwendung von lolcat, an dieser Stelle seien nur einige Beispiele zur Veranschaulichung gezeigt. Wie hier einige nützliche Systembefehle mit lolcat dekoriert werden.

date | lolcat
dmesg | lolcat
last | lolcat
free -m | lolcat -v 10 -h 0
sudo du -h | lolcat
tree -s | lolcat -v 2
hostnamectl | lolcat -v 2
hexdump -C ~/.bashrc | lolcat -v 10 -h 0
ip a | lolcat -v 10 -h 0
ip -4 a | lolcat -v 10 -h 0 && ip -6 a | lolcat -v 15 -h 0
route -n | lolcat -v 10 -h 0
sudo lsof -i | lolcat -v 20

Die cowsay file list und die help page, sowie die fortune Optionen.

$ cowsay -l
Cow files in /usr/share/cowsay:
beavis.zen blowfish bud-frogs bunny cheese cower default dragon dragon-and-cow elephant elephant-in-snake eyes flaming-sheep ghostbusters head-in hellokitty kiss kitty koala kosh luke-koala mech-and-cow meow milk moofasa moose mutilated ren sheep skeleton small stegosaurus stimpy supermilker surgery telebears three-eyes turkey turtle tux udder vader vader-koala www

$ cowsay -h
cow{say,think} version 3.03, (c) 1999 Tony Monroe
Usage: cowsay [-bdgpstwy] [-h] [-e eyes] [-f cowfile]
          [-l] [-n] [-T tongue] [-W wrapcolumn] [message]

$ fortune [-afilosw] [-m pattern] [-n number] [ [#%] file/directory/all]

kein Zugriff auf Netzwerkfreigaben nach Windowsupdate

Windows 10: Zugriff auf SMBv1-Freigabe nicht mehr möglich

Microsoft Ankündigung vom 01.07.2020.

Windows 10 Fall Creators Update und Windows Server, Version 1709 (RS3) und bei späteren Versionen, ist das Netzwerkprotokoll Server Message Block Version 1 (SMBv1) standardmäßig nicht mehr installiert. Das SMBv1-Protokoll wurde ab 2007 durch SMBv2 und neuere Protokolle (SMBv3) ersetzt. Microsoft hat das SMBv1-Protokoll 2014 öffentlich abgelehnt.

Windows SMB v1 weist Schwachstellen auf, die Remote-Code-Ausführung oder Denial-of-Service-Attacken erlauben. Daher sollte es deaktiviert werden. Windows 10 Enterprise und Windows Server 2016 enthält nach einer Neuinstallation den SMBv1-Client oder SMBv1-Server standardmäßig nicht mehr.

Windows 10 Home und Windows 10 Pro enthalten nach einer Neuinstallation standardmäßig weiterhin den SMBv1-Client. Wenn der SMBv1-Client insgesamt 15 Tage lang nicht verwendet wird (mit Ausnahme des ausgeschalteten Computers), wird er automatisch deinstalliert.

SMBv1 kann weiterhin in allen Editionen von Windows 10 und Windows Server 2016 neu installiert werden.

SMBv1 aktivieren mit der MSC Methode

Das Netzwerkprotokoll SMBv1 kann bei Windows 10 mit der Taste Win+R und der Eingabe von control appwiz.cpl,,2 im Fenster Windows-Features aktiviert werden.

Windows-Features von Windows 10 werden geöffnet.

Windows-Feature bei Unterstützung für die SMB 1.0/CIFS-Dateifreigabe die Kontrollkästchen aktivieren bzw. deaktivieren:
SMB 1.0/CIFS automatisch entfernen
SMB 1.0/CIFS-Client

Der SMB 1.0 Client wird solange aktiviert bleiben, wie dieser genutzt wird, wird während der dauer von 15 Tage keine Aktivität festgestellt, deaktiviert sich SMBv1 aus Sicherheitsgründen von selbst wieder.

SMBv1 aktivieren PowerShell Methode

Das Feature SMB 1.0/CIFS wird in der PowerShell mit Administratoren rechte wie folgt aktiviert.

Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName SMB1Protocol

Den Status von SMBv1 in der PowerShell abfragen.

Get-WindowsOptionalFeature –Online –FeatureName SMB1Protocol

Das Netzwerkprotokoll SMBv1 in der PowerShell deaktivieren.

Disable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName SMB1Protocol

Der Computer muss neu gestartet werden, nachdem diese Änderungen vorgenommen wurden.

Möchte man SMB 1.0/CIFS-Client und Server automatisiert deaktivieren, beispielsweise aus einem Login-Script, eignet sich die Methode mithilfe von Deployment Image Servicing and Management (DISM).

Dism /online /Disable-Feature /FeatureName:"SMB1Protocol" /NoRestart

Es wird der SMB 1.0/CIFS-Client und Server entfernt, ohne Aufforderung einer Benutzer Interaktion, es sind Administratoren rechte erforderlich, wirksam wird die Änderung nach dem nächsten Start.