Zugriff auf Virtuellen Festplatten

Manchmal kann es nützlich sein, Daten von virtuellen Festplatten zu lesen oder Dateien von einer virtuellen Partition in eine andere zu kopieren, ohne das virtuelle Betriebssystem zu booten. In diesem Fall wird es erforderlich, die virtuelle Festplatte zu öffnen um den Inhalt zu lesen. Außerdem können Dateien auch gelöscht, verschoben oder zu einer virtuellen Maschine hinzufügt werden, um beispielsweise ein nicht mehr Boot fähiges System zu reparieren oder Offline-Windows-Updates auszuführen.

Eine weitere Möglichkeit ergibt sich zur Wiederherstellung von Daten aus einer Snapshot Sicherung, beispielsweise bei VMware Consolidated Backup durch ghettoVCB.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie auf den Inhalt eines virtuellen Laufwerks zugegriffen werden kann, ohne das virtuelle Betriebssystem selbst zu booten. Hier wird die recht einfache Lösungen mit 7-Zip vorgestellt.

7-Zip ist wahrscheinlich das beliebteste kostenlose Archiv-Tool, dieses auch die Möglichkeit bietet, VHD-, VDI- und VMDK-Disk-Images zu öffnen. Es können benötigte Dateien einfach aus der virtuellen Maschine extrahiert werden, oder aber das Archive wird über die Schaltfläche Extrahieren in ein Ordner kopiert.

Abbildung: 7-Zip Kontextmenu Flat VMDK öffnen.

Um ein virtuelles Laufwerk zu öffnen, klicken man mit der rechten Maustaste auf die Flat VMDK oder VHD Datei um die virtuelle Festplatte über das 7-Zip-Kontextmenü zu öffnen. Es werden nur Single-Volume-VDIs unterstützt, wenn es mehr als eine Partition gibt, wird kein Root- Verzeichnis geöffnet. Multi-Volume-VHD und VMDK-Dateien werden aber unterstützt, dabei werden die Partitionen nummeriert angezeigt, 0 ist oft die Reserved Boot-Partition, 1 ist die Haupt-Windows-Partition und 2 ist die Partition für das Laufwerk D.

 

OpenSSH in Windows 10

Im aktuellen Windows-10-Build ist der OpenSSH-Client als Beta-Feature enthalten. Mit dem Build 1709 „Fall Creators Update“ hat Windows 10 auch ein paar versteckte Features eingeführt, die für Linux Admins und Poweruser interessant sind. Das beste für Linux- und Unix-Anwender ist vermutlich die Integration des SSH-Client und Server, wie bereits vor zwei Jahren angekündigt, der auf OpenSSH basierte SSH-Client.

Windows 10 SSH-Client

Um den SSH-Client auf Windows 10 zu aktivieren, gib man in der Eingabeaufforderung folgendes Command ein.

Anschließend kann der Client, der unter dem Pfad  „C:\WINDOWS\System32\OpenSSH“ installiert wurde, aus dem CLI wie von der Linux Shell gewohnt genutzt werden, beispielsweise auch ein lokales und Remote-Port-Forwarding steht zur Verfügung.

Die Windows-native OpenSSH-Implementierung, die Remote-Sitzungen in der Eingabeaufforderung „cmd“ und in der PowerShell ermöglicht, erlaubt nun ohne SSH-Tools auszukommen, wie es das Windows-Subsystem für Linux (WSL) mit bash on Windows, PuTTY oder KiTTY und dergleichen wäre.

Sollen Dienstprogrammen wie vi, top, man, multitail und weitere verwendet werden, macht man die besten Erfahrungen, in dem man die Windows SSH-Client Verbindung mit einem * nix-Server hat, das Terminal für einen xterm-ähnlichen Rendering-Modus konfiguriert.

TTY Support in Windows OpenSSH

Öffne hierzu die Eingabeaufforderung (cmd) und klicke mit der rechten Maustaste im Fenster oben links auf das kleine Icon    dann unten auf Eigenschaften.

Abbildung: Eigenschaften von Eingabeaufforderung

Stelle sicher dass Legacykonsole (erfordert Neustart) nicht deaktiviert ist.

Des Terminal Fenster sollte eine probate Größe haben, entsprechend zum gewählten Font und dessen Größe.

Abbildung: Eigenschaften von Eingabeaufforderung – Layout

Im Register Layout die Fensterbreite und Buffergrösse auf 110 setzen.

Für TTY und PTY wird der VT100 Terminal Emulator unterstützt, dazu benötigt es die Umgebungsvariable XTERM diese in der Windows MMC-Konsole mit +R  control sysdm.cpl,,3 gesetzt werden kann.

Unten auf Umgebungsvariablen klicken und im Abschnitt Systemvariablen auf Neu klicken und die Variable TERM=xterm eintragen.

Das Fenster schließen und wieder öffnen, nun ist das TTY Terminal in einer SSH Verbindung anwendbar.

Hinweis zur Implementierung

Windows verfügt über keine integrierte Unterstützung für ein Pseudoterminal.

Die Windows-Version des OpenSSH-Servers implementiert einen VT100 PTY, indem Windows Console-Ereignisse abgefangen werden. Dies ist in ssh-shellhost.exe implementiert, verbunden mit sshd über stdout input/output. Auf einer high-level Ebene fungiert ssh-shellhost.exe als Vermittler zwischen sshd und einer Windows-Konsole, die Folgendes ausführt:

Interpretiert eingehende VT100, Prozesse und Aufrufe von Windows Console IO.

Verarbeitet die Ereigniswarteschlange der Windows-Konsole (Ausgabe), übersetzt sie in VT100 und gibt sie auf stdout aus.

 

KVM Hypervisor auf CentOS7

KVM ist eine Open-Source Hardware Virtualisierungssoftware, mit dieser Linux-basierte und Windows-basierte virtuelle Maschinen gleichzeitig ausgeführt werden können. KVM wird als Kernel-basierte Virtuelle Maschine bezeichnet und ist eine alternative zu VMware ESXi und Xen, dabei wird durch die Installation des KVM-Pakets das KVM-Modul in den aktuellen Kernel geladen und aus einer Linux-Maschine ein Hypervisor gebildet.

In diesem Beitrag wird gezeigt, wie ein KVM Hypervisor auf CentOS 7.x und RHEL 7.x installiert wird, um danach virtuelle Maschinen zu installieren.

INSTALLATION

Bevor man mit der KVM-Installation fortfährt, überprüft man ob die CPU des Systems die Hardware-Virtualisierung unterstützt. Dazu folgendes Command ausführen in der root Shell  

Es sollte in der Ausgabe das Wort vmx oder svm erscheinen, ansonsten unterstützt die CPU keine Virtualisierung. Möglicherweise lohnt sich ein gang in das System BIOS um die VT-x Boot Einstellung zu aktivieren.

Die KVM-Pakete und die zugehörigen Module werden installiert.

Der KVM Service kann nun aktiviert und gestartet werden.

Wir überprüfen ob die KVM Module auch wirklich gestartet wurden.

Falls eine Minimal CentOS 7 oder RHEL 7 Installation vorliegt, startet der virt-manager nicht, wir müssen also noch X-Window installieren.

Starte den Server neu und versuche dann, den virtual manager zu starten.

Bevor wir beginnen VMs zu deployen, erstellen wir zunächst ein Bridge Interface. Die Bridge-Schnittstelle ist erforderlich, wenn man zum Hypervisor von ausserhalb des Netzwerks auf virtuelle Maschinen zugreifen möchte. In unserem Beispiel heisst das Ethernet Interface ifcfg-eth0.

Bearbeite nun die Interface-Datei ifcfg-eth0 und trage folgendes ein:

Bearbeite die Bridge-Datei ifcfg-br0 und lege folgendes fest:

Starte den Netzwerkdienst neu um die Bridge zu aktivieren.

Überprüfe das Bridge Interface mit dem folgenden Befehl:

 Wer es lieber den Network-Manager machen lässt, der kann das Bridge Interface wie folgt erzeugen:

Virtuelle Maschinen können nun entweder über die Befehlszeile mit dem Befehl virt-install oder über das GUI virt-manager erzeugt werden.

Im GUI gehe hierzu auf die Option Datei und klicke auf New virtual Maschine.

Die virtuelle Maschine wird nun mit Hilfe des Wizard erzeugt.

Virtuelle Maschinen aus der Befehlszeile erstellen:

Aus dem virtual Manager werden die VMs hochgefahren und verwaltet, es wird der Status und die Systemlast angezeigt, ähnlich wie man es von vSphere kennt.

Abbildung: KVM virtual Manager

Weiter ist virt-manager aus Cygwin in Windows 10 ausführbar, hierzu muss Cygwin64 mit dem Xorg-Server und virt-manager installiert sein, mit dem virt-manager verbindet man zum KVM Hypervisor.

Abbildung: Cygwin virt-manager Verindung
Abbildung: Cygwin virt-manager

 

Outlook DelegateSentItemsStyle

Outlook bietet mehreren Personen Zugang auf ein freigegebenes Exchange-Postfach, um von dort E-Mails versenden zu dürfen, die versandten E-Mails finden sich stets im Postfach des eigenen Benutzer „Gesendete Elemente“. Dieses Standard Verhalten von Outlook macht es für Mitarbeiter nur schwer nachvollziehbar, was von wem auf welche E-Mail geantwortet wurde.

In den Einstellungen von Outlook gibt es keine Möglichkeit, diesen Zustand zu verändern. Jedoch durch das hinzufügen eines Registry-Schlüssels wird ermöglicht, dass Outlook solche E-Mails immer in das Postfach verschiebt, das die E-Mail abgeschickt hat. Die folgende Anleitung ist gültig für Microsoft Outlook 2007 bis 2016.

Öffne den Registrierungs-Editor mit    regedit ausführen, und navigiere zu folgendem Ordner:

Der Ordner 14.0 steht für die Office-Version, es gelten hier folgende Werte zu den Versionen:

13.0 = 2007
14.0 = 2010
15.0 = 2013
16.0 = 2016

Erstelle hier einen neuen DWORT-Wert mit dem Namen DelegateSentItemsStyle. Weise diesem neu erstellten Eintrag den Wert 1 zu.

Alternativ kann man folgenden Befehl in einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung  ausführen.

Nun sollte Outlook in der Lage sein, die gesendeten E-Mails in den Ordnern des freig­egebenen Postfach zu speichern.

 

Für öffentliche Ordner gibt es leider keine schnelle Lösung. Hier muss man eine Transport-Rolle auf dem Exchange-Server konfigurieren.

IPv6 Deaktivieren

Affine Koexistenz von IPv6 und IPv4 für Ressourcen in der Übergangszeit. IPv6 ist in IPv4 Netzwerk Umgebungen mit Windows Domänen nicht ohne weiteres erwünscht, und kann mit unter zu unerwarteten Störungen führen, so können Verbindungen zu Netzlaufwerke ausfallen, oder das Anmelden in die Domäne ist zeitweise nicht mehr möglich, oft nach dem ein IPv6 fähiger Router in das Netzwerk integriert wurde, suchen die Clients vergeblich die ADS ab, da IPv6 bevorzugt wird, in Koexistenz mit IPv4, muss oft das IPv6 Protokoll systemweit abgeschalten werden.

Damit nicht bei jedem PC die Einstellung manuell gemacht werden muss, kann die Aktion über ein REG Command verteilt werden, aus einer Batch Datei die als Administrator ausgeführt wird, oder zB. aus dem Login Script.

Wobei hier IPv6 für das Loopback-Interface aktiviert bleibt. Das sollte sich jedoch nicht weiter störend auswirken, da so gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass IPv4 bevorzugt wird.

Soll IPv6 wieder aktiviert werden gilt folgender Key.

Die Überprüfung auf existierende IPv6 Adressen in der PowerShell.