Archiv der Kategorie: Linux

GNU/Linux Howto’s and Tutorials

Vim, der vi-Editor

Vi ist ein klassischer Texteditor, der im Jahr 1976 seine erste Inkarnation auf den meisten Plattformen weltweit erlebte, seine Fähigkeit an jedem Computer in einem Command-Prompt vi zu nutzen, war stehts ein einfaches, aber leistungsfähiges Konzept.

VIMVim (Vi IMproved) ist eine Weiterentwicklung des Texteditors vi. Das freie Open-Source-Programm wurde 1991 von Bram Moolenaar veröffentlicht. Seitdem wird der Editor aktiv weiterentwickelt. Wie vi zeichnet sich Vim durch seine verschiedenen Betriebs-Modi aus, während viele andere gebräuchliche Editoren nur einen kombinierten Modus für Eingabe und Befehle kennen, in dem Befehle über Tastenkombinationen und grafische Oberflächen ausgeführt werden.

Vim funktioniert wie der vi-Editor im Textmodus auf jedem Terminal. Die Bedienung erfolgt dann üblicherweise über die Tastatur, eine Maus wird zwar auf vielen Terminals unterstützt, ihre Verwendung ist aber limitiert. Das ist zum einen historisch bedingt durch die zu Ur-vi-Zeiten Mitte der 1970er Jahre üblichen Bildschirmterminals mit einer langsamen, seriellen Verbindung zum Hauptrechner, zum anderen schätzen erfahrene Benutzer die Effizienzvorteile der mächtigen Tastatursteuerung („vi is at your fingertips“). Aus der Limitierung damaliger Terminals resultiert sein modales Konzept. Vim ist nahezu vollständig abwärtskompatibel zu vi, hat jedoch eine Vielzahl an Weiterentwicklungen und eine moderne grafische Benutzerschnittstelle mit Menüs (GVim) sowie eine vereinfachte Version für Einsteiger (eVim).
Vim kann auf vielen Betriebssystemen genutzt werden, und ist auf fast jedem GNU/Linux-Rechner zu finden. In der Regel wird beim Aufruf vi unter Linux Vim über eine Verknüpfung oder einen Alias aufgerufen. Welcher vi-Ableger gestartet wurde, lässt sich im Kommando-Modus über den Befehl :version überprüfen.

Offizielle Webseite: https://www.vim.org/

vi / vim graphical cheat sheet
vi / vim graphical cheat sheet

Der Reportgenerator awk

Der Reportgenerator awk

Entwickler unter Unix/Linux stehen ein breites Spektrum an Interpretern, programmierbaren Filtern und Tools zur verfügen, eines ist zum Beispiel der mächtige awk-Reportgenerator.

Der Name awk kam durch eine nicht leicht ergründbare Abkürzung zustande. Die drei Buchstaben „awk“ stehen für die Anfangsbuchstaben der Nachnamen der drei Entwickler: Aho, Weinberger und Kernigham, letzter sich schon länger mit der Programmierung in C beschäftigte.

awk ist eine Datei-Verarbeitungssprache, die sich gut zur Datenmanipulation und Wiedergewinnung von Informationen aus Textdaten eignet. Diese AWK-Referenzseite bietet eine vollständige technische Beschreibung des awk-Reportgenerator. Wer mit der Sprache nicht vertraut ist, findet hier ein hilfreiches AWK-Tutorial.

 

PuTTY Key Generator

Um sich bei einem Linux Host ohne Passwort abfrage einloggen zu können, oder um Batch-Prozesse ausführen zu können, beispielsweise um die Authentifizierung aus Scripts zu ermöglichen, werden OpenSSH Schlüssel eingesetzt.

OpenSSH Key generieren

Mit dem PuTTY Key Generator wird ein Schlüsselpar erzeugt, danach wird der öffentliche Schlüssel auf den Remote Host kopiert.

putty-key-generator

Im Feld Key comment kann die eigene Email Adresse eingetragen werden, der generierte Privat Key wird als privkey.ppk gespeichert, der Public Key wird als pubkey.ppk gespeichert. Der Public Key wird auf dem Remote Host unter dem Home Pfad des Benutzers in das Verzeichnis .ssh in die Datei authorized_keys gespeichert, es darf beim copy & paste editieren am Inhalt nichts geändert werden.

Das Verzeichnis .ssh sollte die rechte 700 haben und der Besitzer muss user sein. Der Benutzer user soll hier als beispiel dienen.

PuTTY mit OpenSSH Key

Der Host wird in PuTTY bei diesem eingeloggt werden soll  mit IP oder hostname als PuTTY Session angelegt.

putty-onfiguration
Abbildung: PuTTY session

Der Pfad zum Privat key der mit PuTTY Key Generator generiert wurde, wird unter Connection  – SSH – Auth eingetragen.

putty-configuration-ssh-auth
Abbildung: SSH authentication

Bei Auto-login username definiert man den Benutzer der sich authentifizieren soll.

putty-configuration-auto-login
Abbildung: Auto-login username
Anwerkung

Beim SSH Daemon wird die Key Authentifizierung aktiviert, in der SSHD Konfiguration /etc/ssh/sshd_config

Tipp

PuTTY kann als command-line Befehl ausgeführt werden, so können Scripts zur Anwendung kommen.

Mit plink ist es möglich PuTTY per CLI zu nutzen,.