Alle Beiträge von Don Matteo

lebt in der Schweiz, ist System Engineer MCP bei A-Enterprise GmbH. Mitglied des UNBLOG Network. Author und Blogger zu den Themen, Linux und Open Source. Tutorials für Windows, VMware, Synology, Fortinet.

Outlook gesendete E-Mail DelegateSentItemsStyle

Outlook gesendete E-Mails sind nicht in „Gesendete Elemente“ des freigegebenen Postfaches

Outlook bietet mehreren Personen Zugriff auf ein freigegebenes Exchange-Postfach, um von dort aus E-Mails zu senden. Die gesendeten E-Mails befinden sich jedoch unter Gesendete Elemente im Postfach des eigenen Benutzers. Dieses Standardverhalten von Outlook macht es für Mitarbeiter schwierig zu verstehen, was von wem auf welche E-Mail geantwortet wurde.

Es gibt keine Möglichkeit, dieses verhalten in den Outlook-Einstellungen zu ändern. Durch das Hinzufügen eines Registrierungsschlüssels kann aber Outlook solche E-Mails immer in das Postfach verschieben, das die E-Mail gesendet hat. Die folgenden Anweisungen gelten für Microsoft Outlook 2007 bis 2019.

So wird’s gemacht

Öffne den Registrierungseditor mit der Tastenkombination Win+R

Dann regedit eingeben und OK klicken, navigiere nun zum folgenden Registrierungsschlüssel:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\15.0\Outlook\Preferences

Die Zahl 15.0 steht für die Office-Version, die folgenden Werte gelten für die Versionen:

12.0 = 2007
14.0 = 2010
15.0 = 2013
16.0 = 2016
16.0 = 2019
16.0 = Office 365

Erstelle einen neuen DWORT-Schlüssel mit dem Namen DelegateSentItemsStyle, und weise diesem neu erstellten Schlüssel den Wert 1 zu.

Wie man sieht, ist die Versionsnummer bei 16.0 stehen geblieben, es müsste für Outlook 2016 Version 17.0 werden. Dies liegt daran, dass Office 2016 und Office 2019 jetzt dieselbe Codebasis wie Office 365 haben.

Alternativ kann man den folgenden Befehl in einer Eingabeaufforderung als Administrator ausführen.

REG ADD "HKCU\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Preferences" /v "DelegateSentItemsStyle" /t REG_DWORD /d "1" /f

Outlook kann nun die versendeten E-Mails in „Gesendete Elemente“ im freigegebenen Postfach speichern.

Hinweis! Outlook muss so konfiguriert sein, dass es im Cache Modus ausgeführt wird, damit diese Option ordnungsgemäß funktioniert.

Das kumulative Update 9 für Exchange Server 2013 hat eine neue Funktion eingeführt, mit der Administratoren die Option zum Kopieren von Nachrichten in den Ordner Gesendete Elemente festlegen können.

Leider gibt es keine einfache Lösung für Öffentliche Ordner. Dazu muss eine Transportrolle auf dem Exchange-Server konfiguriert werden.

Wenn man moch Exchange 2010 weiterhin verwendet, muss man zu den OWA-Optionen für das freigegebene Postfach wechseln, und wählt unter Einstellungen Gesendete Elemente, Absender und „Von“-Postfächer aus.

Microsoft hat uns auch ein PowerShell-Cmdlet gespendet, bei Exchange 2010 SP2 RU4 ist der Befehl Set-MailboxSentItemsConfiguration verfügbar.

Set-MailboxSentItemsConfiguration "Freigabepostfach" -SendAsItemsCopiedTo SenderAndFrom

Windows IPv4 anstatt IPv6

Windows IPv4 bevorzugt anstatt IPv6 Anwenden und Konfigurieren

Die Affine Koexistenz von IPv6 und IPv4 für Ressourcen in der Übergangszeit, in Netzwerk Umgebungen mit Windows Domänen ist nicht ohne weiteres erwünscht, es kann zu unerwarteten Störungen bei der Namensauflösung kommen, so können Verbindungen zu Netzlaufwerke ausfallen, oder die Authentifizierung zur Domäne ist zeitweise nicht mehr möglich, oft nachdem ein IPv6 fähiger Router in das Netzwerk integriert wurde, suchen dann Clients vergeblich über die AD Domain Services nach einer Domäne, da IPv6 bevorzugt wird, in Koexistenz mit IPv4 muss deshalb das IPv6 Protokoll systemweit konfiguriert werden.

Einführung

Microsoft Windows Vista, Windows Server 2008 und höhere Windows-Versionen verwenden RFC 3484 und eine Präfixtabelle, um festzustellen, welche Adresse verwendet werden soll, wenn mehrere Adressen für einen DNS-Namen (Domain Name System) verfügbar sind.

Standardmäßig bevorzugt Windows globale IPv6-Unicastadressen gegenüber IPv4-Adressen.

IPv4 Bevorzugen

  Internetprotokoll Version 6 (IPv6) ist ein obligatorischer Bestandteil von Windows 10, sowie ab Windows Server 2008 und neuer. Es wird empfohlen, in Präfixrichtlinien „Bevorzugt IPv4 anstelle von IPv6 anzuwenden“, anstatt IPv6 zu deaktivieren.

Das Bevorzugen von IPv4 gegenüber IPv6 lässt sich mit der Änderung des Registry Schlüssel DisabledComponents mit dem Registrierungswert Hex 0x20 (Dec 32) ermöglichen.

REG ADD "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters" /v DisabledComponents /t REG_DWORD /d "32" /f

   Copy Paste in einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung ausführen.

Abbildung: Registry Key DisabledComponents

Die Methode mittels Registrierung, um Windows IPv4 gegenüber IPv6 zu bevorzugen, ist eine generelle, jedoch weniger systemkonforme Lösung. Am Ende ändert Windows die Präfix Richtlinientabelle wie im folgenden abschnitt aufgezeigt.

Durch Ausführung des netsh Tools wird die Richtlinientabelle mit dem Präfix, der Priorität und dem Label ausgegeben.

C:\>netsh interface ipv6 show prefixpolicies

Die Windows 10 Standard Präfixrichtlinien Einstellung ist wie folgt:

C:\>netsh interface ipv6 show prefixpolicies
Der aktive Status wird abgefragt...

Vorgänger   Label  Präfix
----------  -----  --------------------------------
        50      0  ::1/128
        40      1  ::/0
        30      2  2002::/16
        20      3  ::/96
        10      4  ::ffff:0:0/96
         5      5  2001::/32

Zu beachten ist, dass IPv6-Adressen (::/0) gegenüber IPv4-Adressen (::/96 und ::ffff:0:0/96) bevorzugt werden.

Das erhöhen der Priorität für den IPv4 Präfix mit set prefixpolicy.

netsh int ipv6 set prefixpolicy ::ffff:0:0/96 50 0

::ffff:0:0/96 ist der IPv4 Präfix, 50 ist die Priorität (sehr hoch) und 0 ist der Label.

C:\>netsh interface ipv6 show prefixpolicies
Der aktive Status wird abgefragt...

Vorgänger   Label  Präfix
----------  -----  --------------------------------
        50      0  ::ffff:0:0/96
        40      1  ::1/128
        30      2  ::/0
        20      3  2002::/16
         5      5  2001::/32
         3     13  fc00::/7
         1     11  fec0::/10
         1     12  3ffe::/16
         1      4  ::/96

Um IPv6 zu konfigurieren, ändert man den folgenden Registrierungswert auf der Grundlage der folgenden Tabelle.

Location:         HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters\
Name:             DisabledComponents
Type:             REG_DWORD
Min Value:        0x00
Max Value:        0xFF (IPv6 disabled)
IPv6-FunktionalitätRegistrierungswertKommentare

Bevorzugen von IPv4 gegenüber IPv6

Dec 32

 

Hex 0x20

Bin xx1x xxxx

Empfohlen, anstatt sie zu deaktivieren.
Deaktivieren von IPv6Dec 255

 

Hex 0xFF

Bin 1111 1111

Weitere Informationen finden Sie im Artikel KB3014406, wenn nach dem Deaktivieren von IPv6 in Windows 7 SP1 oder Windows Server 2008 R2 SP1 eine Startverzögerung auftritt.

 

Zusätzlich wird der Systemstart um 5 Sekunden verzögert, wenn IPv6 durch falsches Setzen der DisabledComponents-Registrierungseinstellung auf den Wert 0xfffffff deaktiviert wird. Der richtige Wert muss „0xff“ lauten.

Der Registrierungswert „DisabledComponents“ hat keinen Einfluss auf den Status des Kontrollkästchens. Selbst wenn der DisabledComponents-Registrierungsschlüssel auf IPv6 eingestellt ist, kann das Kontrollkästchen auf der Netzwerk-Registerkarte für jede Schnittstelle aktiviert werden. Dieses Verhalten ist normal und beabsichtigt.

Deaktivieren von IPv6 an allen Nicht-TunnelschnittstellenDec 16

 

Hex 0x10

Bin xxx1 xxxx

 
Deaktivieren von IPv6 an allen TunnelschnittstellenDec 1

 

Hex 0x01

Bin xxxx xxx1

 
IPv6 an allen Nichttunnelschnittstellen (außer dem Loopback) und an der IPv6-Tunnelschnittstelle deaktivierenDec 17

 

Hex 0x11

Bin xxx1 xxx1

 
Bevorzugen von IPv6 gegenüber IPv4Bin xx0x xxxx 
Erneutes Aktivieren von IPv6 an allen NichttunnelschnittstellenBin xxx0 xxxx 
IPv6 an allen Tunnelschnittstellen erneut aktivierenBin xxx xxx0 
Erneutes Aktivieren von IPv6 an allen Nicht-Tunnelschnittstelle und an IPv6-TunnelschnittstellenBin xxx0 xxx0 

Quellen Link: Anleitung zum Konfigurieren von IPv6 in Windows für fortgeschrittene Benutzer

Die Änderung erfordert ein Restart. Damit nicht bei jedem PC die Einstellung manuell ausgeführt werden muss, kann die Aktion mittels einer ADMX-Datei gemacht werden, mit einer Gruppenrichtlinieneinstellung.

Deaktiviert wird IPv6 mit folgendem REG Eintrag.

REG ADD HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters /v DisabledComponents /t REG_DWORD /d 255 /f

Wobei hier IPv6 für das Loopback-Interface aktiviert bleibt. Das sollte sich jedoch nicht weiter störend auswirken, da so gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass IPv4 bevorzugt wird.

Soll IPv6 wieder aktiviert werden gilt folgender Key.

REG ADD HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters /v DisabledComponents /t REG_DWORD /d 0 /f

Die Überprüfung auf existierende IPv6 Adressen in der PowerShell.

ipconfig | Select-String IPv6

IPv4 bevorzugen in der PowerShell

In der PowerShell geht das bevorzugen von IPv4 wie folgt.

New-ItemProperty "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters\" -Name "DisabledComponents" -Value 0x20 -PropertyType "Dword"
Set-ItemProperty "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip6\Parameters\" -Name "DisabledComponents" -Value 0x20

Die PowerShell muss mit erhöhten rechte geöffnet sein. Die Änderung erfordert ein Restart.

Feststellen von welcher IP Version geantwortet wird.

ping $env:COMPUTERNAME