Windows zu SMBv1 Active Directory Domäne beitreten

Windows 10 Version 1709 und höher zu Active Directory Domäne beitreten diese nur SMBv1 unterstützt.

Wenn Windows 10 Computer versuchen, die Mitgliedschaft zu einer Domäne herzustellen, wird möglicherweise folgende Fehlermeldung angezeigt:

Sie können keine Verbindung mit der Dateifreigabe herstellen, da sie nicht sicher ist. Für diese Freigabe ist das veraltete Protokoll SMB1 erforderlich, das nicht sicher ist und Ihr System für Angriffe verwundbar machen kann. Für Ihr System ist SMB2 oder höher erforderlich. Weitere Informationen zur Behebung des Problems finden Sie unter https://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=852747.

Quelle: https://support.microsoft.com/de-de/help/4034314/smbv1-is-not-installed-by-default-in-windows

Zusammenfassung

Unter Windows 10 Fall Creators Update und Windows Server, Version 1709 (RS3) und höher, ist das Netzwerkprotokoll Server Message Block Version 1 (SMBv1) nicht mehr standardmäßig installiert. Es wurde ab 2007 durch SMBv2 und neuere Protokolle abgelöst. Microsoft hat das SMBv1-Protokoll 2014 öffentlich verworfen. Beim Versuch zu einer Windows Active Directory Domäne beizutreten diese nur SMBv1 unterstützt, erscheint ein Fehler.

Ursache

Die Unterstützung von SMB 1.0/CIFS-File Sharing wurde unter Windows 10 Fall Creators Update Version 1709 und höher deaktiviert. Das SMBv2-Protokoll wurde in Windows Vista und Windows Server 2008 eingeführt. Das SMBv3-Protokoll wurde in Windows 8 und Windows Server 2012 eingeführt.

Lösung

Um ein Windows 10 Computer zur Mitgliedschaft einer AD-Domäne herzustellen die nur SMBv1 unterstützt, ist das SMB Protokoll Version 1 erforderlich. Dazu wird SMB 1.0/CIFS-File Sharing wie folgt hinzugefügt und installiert.

Unterstützung für die SMB 1.0/CIFS-Dateifreigabe

Mit der Tastenkombination Win+R wird Ausführen geöffnet, hier die Eingabe control appwiz.cpl,,2

Windows mit SMBv1 zu Active Directory beitreten
Windows mit SMBv1 zu Active Directory beitreten

Aktivieren der Unterstützung für die SMB 1.0/CIFS-Dateifreigabe, auf OK klicken um das SMBv1 Protokoll zu installieren, danach ist ein neustart erforderlich.

Enable-WindowsOptionalFeature

Aus der PowerShell ist die aktivierung, sowie deaktivierung ebenfalls möglich, dazu wird PowerShell als Administrator geöffnet.

Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName smb1protocol

Disable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName smb1protocol

Get-WindowsOptionalFeature

Status der aktivierten, bzw. deaktivierten SMB Protokolle mit dem PowerShell Command abfragen.

Get-WindowsOptionalFeature -Online | Where-Object {$_.FeatureName -like 'SMB1*'}

Die Ausgabe bei aktiviertem SMBv1 Protokoll erscheint wie folgt.

FeatureName : SMB1Protocol
State       : Enabled

FeatureName : SMB1Protocol-Client
State       : Enabled

FeatureName : SMB1Protocol-Server
State       : Enabled

PS C:\>

SMBv1 Protokoll in der Registry

Möglicherweise muss SMBv1 in der Registrierung überprüft werden, durch folgenden Befehl in einem als Administrator geöffneten Command Prompt.

REG QUERY "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters" /v "SMB1" /t REG_DWORD

Die Ausgabe bei deaktiviertem SMBv1 Protokoll, standardmässig ist SMBv1 deaktiviert und hat kein Eintrag in der Registry.

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters
    SMB1    REG_DWORD    0x0

Suchvorgang abgeschlossen: 1 übereinstimmende Zeichenfolge(n) gefunden.

C:\>

REG ADD LanmanServer\Parametersters SMB1

Aktivieren mit REG ADD in einem Command Prompt als Administrator.

REG ADD "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Parameters" /v "SMB1" /t REG_DWORD /d "1" /f

 

Remotedesktopverbindung Authentifizierungsfehler

Remotedesktopverbindung Authentifizierungsfehler. Die angeforderte Funktion wird nicht unterstützt.

Remotedesktopverbindung Authentifizierungsfehler

Möchte man sich per Remotedesktopverbindung (RDP) mit einem Server verbinden und bekommt dabei ein Authentifizierungsfehler, liegt es am installierten Update (CVE-2018-0886), oder beim Server noch nicht installierten Update.

Die Fehlermeldung lautet wie folgt

Authentifizierungsfehler.
Die angeforderte Funktion wird nicht unterstützt.
Remotecomputer:
Ursache könnte eine CrdSSP Encryption Oracle Remediation sein.

Ursache

Das Problem „Remotedesktopverbindung Authentifizierungsfehler“ tritt seit dem Microsoft Patchday im Mai 2018 auf. Bereits im März hat Microsoft eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2018-0886) im Credential Security Support Provider-Protokoll (CredSSP) geschlossen und das CredSSP-Authentifizierungsprotokoll sowie die Remotdesktopclients der betroffenen Betriebssysteme aktualisiert. Mit den Updates wurde die Standardeinstellung geändert. Dies bedeutet dass die Updates sowohl auf dem Server als auf dem Client installiert sein müssen.

Update Remotedesktopverbindung Authentifizierungsfehler

Ist das Windows Update auf dem Client aber nicht auf dem Server installiert, tritt der Authentifizierungsfehler bei der Remotedesktop-verbindung auf und es kann keine RDP-Verbindung hergestellt werden.

Lösung

Key hinzufügen unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System die Schlüssel \CredSSP\Parameters und den DWORD-Wert AllowEncryptionOracle mit dem Hexadezimalwert 2.

Oder folgende Zeile in einem Command Prompt als Administrator ausführen.

REG ADD "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System\CredSSP\Parameters" /v "AllowEncryptionOracle" /t REG_DWORD /d "2" /f

Auch gibt es die möglichkeit per Richtlinie Encryption Oracle Remediation unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Delegierung von Anmeldeinformationen

Amnerkung

Der in Windows bereits integrierte „Windows Remote Desktop“ erlaubt es, Windows aus der Ferne zu warten bzw. aus der Ferne zu steuern.

Windows Remote Desktop

Der Windows Remote Desktop ist eine in Windows integrierte Funktion, mit welcher man von einem anderen PC aus auf einen Windows-Rechner zugreift, und diesen fernsteuern kann. Microsoft nutzt hierfür das proprietäre Windows Remote Desktop-Protokoll (RDP), welches aus einer Server- und Clientkomponente besteht. Der Serverdienst nennt sich (RDS) Remotedesktopdienste (englisch Remote Desktop Services) und ist seit Windows XP Bestandteil des Betriebssystems.