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Das am weitesten verbreitete Protokoll für Remote-Desktop ist das Remote Desktop Protocol (RDP). Bei Windows ist die Software für RDP-Client eingebaut bzw. mitgeliefert

Remotedesktopverbindung Authentifizierungsfehler

Authentifizierungsfehler. Die angeforderte Funktion wird nicht unterstützt.

Möchte man sich per Remotedesktopverbindung (RDP) mit einem Server verbinden und bekommt dabei ein Authentifizierungsfehler, liegt es am installierten Update (CVE-2018-0886), oder beim Server noch nicht installierten Update. Die Fehlermeldung lautet wie folgt.

Authentifizierungsfehler.
Die angeforderte Funktion wird nicht unterstützt.
Remotecomputer:
Ursach könnte eine CrdSSP Encryption Oracle Remediation sein.

Ursache

Das Problem tritt seit dem Microsoft Corporation 139,44 -1,63 -1,16% Patchday im Mai 2018 auf. Bereits im März hat Microsoft eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2018-0886) im Credential Security Support Provider-Protokoll (CredSSP) geschlossen und das CredSSP-Authentifizierungsprotokoll sowie die Remotdesktopclients der betroffenen Betriebssysteme aktualisiert. Mit den Updates wurde die Standardeinstellung geändert. Dies bedeutet dass die Updates sowohl auf dem Server als auf dem Client installiert sein müssen.

Ist das Windows Update auf dem Client aber nicht auf dem Server installiert, tritt der Authentifizierungsfehler bei der Remotedesktop-verbindung auf und es kann keine RDP-Verbindung hergestellt werden.

Lösung

Key hinzufügen unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System die Schlüssel \CredSSP\Parameters und den DWORD-Wert AllowEncryptionOracle mit dem Hexadezimalwert 2.

Oder folgende Zeile in einem Command Prompt als Administrator ausführen.

Auch gibt es die möglichkeit per Richtlinie Encryption Oracle Remediation unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Delegierung von Anmeldeinformationen

AnyDesk Fernwartung auf Linux und Windows

Fernwartung mit AnyDesk für Windows Linux macOS Raspberry Pi Android iOS

AnyDesk ist das aus Stuttgart stammende Programm zur Fernwartung des gleichnamigen deutschen Startup Unternehmen AnyDesk Software GmbH, es ermöglicht den Fernzugriff auf entfernte Computer. Ein speziell für diesen Zweck entwickelter Video-Codec soll dabei für eine schnelle Übertragung des Bildschirms sorgen. Auch das Übertragen von Dateien zwischen beiden PCs ist dabei möglich. AnyDesk setzt auf den Video-Codec DeskRT, der von den Entwicklern extra für die Übermittlung grafischer Bedieneroberflächen konzipiert wurde. AnyDesk will sich vor allem mit der Übertragungsgeschwindigkeit von Remote-Desktop-Konkurrenzprodukte wie TeamViewer und Co. abheben. Das Programm hinterlässt ein aufgeräumten eindruck, das Adressbuch gibt es mit einer kostenpflichtigen Lizenz.

INSTALLATION

Die Installation von AnyDesk unter Windows ist selbsterklärend, daher hier in diesem Artikel, wird beschreiben wie die Installation von AnyDesk in der Version 5.0 auf Linux Mint 19.1 x64bit Architektur vonstatten geht.

AnyDesk herunterladen und mit dem Paketmanager installieren, dazu ein Terminal öffnen.

Kommt es zu Fehler wegen Abhängigkeitsprobleme, müssen Pakete nach installiert werden.

Mit der apt-get Option -fix wird versucht die für AnyDesk erforderlichen Pakte bereitzustellen.

Darauf die AnyDesk Installation erfolgen kann.

AnyDesk starten, AnyDesk soll automatisch beim Systemstart geladen werden.

Bei Fedora und den Red Hat distributionen wird die Installation mit yum gemacht.

Die Installation mit yum endet mit folgender Ausgabe in den letzten Zeilen.

Wie AnyDesk am 15. Juli 2019 ankündigte, sind die Binaries in der aktuellen AnyDesk Version nun in den Repositorys für die Linux Distributionen Debian, CentOS, Ubuntu, Red Hat Enterprise Linux, Fedora und OpenSUSE.

Bei Debian, Ubuntu, Linux Mint oder andere Debian-Ubuntu-kompatible Linux-Distributionen, öffnet man ein Terminal und wechselt zu root, und führt die folgende Befehle aus, um die neueste Version von AnyDesk zu installieren:

Wer RHEL, CentOS, Fedora oder OpenSUSE verwendet, öffnet das Terminal, wird zu root und kopiert einen der folgenden Absätze, um das Repository hinzuzufügen. Danach installiert man einfach die neueste Version von AnyDesk mit einem yum- oder dnf-Befehl:

XRDP Remote Desktop

X-Server ist ein Remote Desktop Protocol (RDP) unter Linux

XRDP ermöglicht Remote Desktop Verbindungen auf Linux.

Die erste öffentliche Version von xrdp gab es Mitte 2005. RDP stellt über Netzwerke hinweg Virtuelle grafische Benutzeroberflächen bereit und nutzt die verfügbare Datenübertragungsrate effizienter als das traditionelle X-Window System und das verbreitete VNC.

xrdp das auf dem X-Window System basiert, begann ursprünglich mit der Entwicklung auf dem Xvnc Server. Seit der Version 0.9.1 ist der direkte Zugriff durch xrdpd auf dem normalen X-Server unter Verwendung eines virtuellen Bildschirm-, Maus- und Tastaturtreibers erlaubt.

xrdp unterstützt ein breites Spektrum an Features des RDP-Protokolls, darunter RemoteFX, Fastpath, Dateiübertragung, Remoteaudio sowie volle Unterstützung für die Zwischenablage.

Unter der Fedora 25 Workstation lässt sich der xrdp Server schnell installieren und steht nach wenigen Minuten bereit, die Default Konfiguration ist bereits passend und muss nicht wie bei vncserver erst erstellt werden..

Überprüfen lässt sich das erfolgreiche starten des xrdp daemon wie folgt:

Eine Windows RDP Verbindung kann nun mit dem On-Board Remotedesktop Client gestartet werden.

Remotedesktopverbindung

Im Register Lokale Ressourcen muss im Abschnitt Farben die Option High Color (16 Bit) gewählt werden.

xrdp

Zum Linux xrdp Remote Desktop wird mittels dem Windows Remotedesktop Client (mstsc) verbunden.

xrdp remote logon

Die lokale Bildschirmauflösung des Clients wird automatisch initialisiert.

xrdp remote desktop screen

Bei xrdp handelt es sich um eine Open-Source-Implementierung des Remote-Desktop-Protokolls, das die Windows Terminal Services verwenden, um sich mit Windows-Desktops zu verbinden. Das xrdp-Paket bringt das RDP-Protokoll auf den Linux-Rechner, indem es einen X-Server bereitstellt, der Verbindungen vom Rdesktop und Windows-Terminalserver-Clients annimmt.