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Unixähnliche Mehrbenutzer-Betriebssysteme, die auf dem Linux-Kernel und wesentlich auf GNU-Software basieren. Wie CentOS, Debian, Ubuntu Fedora.

Linux Mint Recovery Mode

Recovery Menu von Linux Mint

Wenn auf dem Computer nur Linux Mint installiert ist, und keine anderen Betriebssysteme vorhanden sind, ist das Grub Boot Menü standardmäßig ausgeblendet. Um das Grub Menü beim Start zu erhalten, muss nach dem einschalten die rechte Shift-Taste gedrückt werden, bei virtuellen Maschinen funktioniert das leider nicht, hier muss man das Grub Menü persistent einrichten.

Linux Mint Boot Grub Menu aktivieren

Soll das Grub Menü bei jedem start erscheinen, um das Recovery Menü für Systemreparaturen zu erhalten, oder um Kernel Parameter übergeben zu können, editiert man als root die Datei 90_custom.cfg:

Erst root werden mit sudo su –

vi /etc/default/grub.d/90_custom.cfg und folgende Zeilen hinzufügen:

Falls die Datei 90_custom.cfg nicht vorhanden ist, diese einfach mit einem Editor der Wahl erstellen.

Nach dem editieren den folgenden Befehl ausführen:

Reboot: Beim nächsten Start erscheint das Grub Boot Menü.

grub

Der zweite Eintrag Advanced options for Linux Mint 20 wählen.

recovery

Es erscheint das Recovery Menu mit den Reparatur Optionen und dem root shell prompt.

root

Mit Drop to root shell prompt geht es zur Single Mode Console.

prompt

Wiederherstellungsmodus (Single Mode)

Mit Enter ist man in der Wartungskonsole. Hier ist man root und hat Schreibrechte auf des Filesystem. Der Single-User-Runlevel ist der niedrigste Betriebszustand, dieser für Wartungsarbeiten, in dem ausschließlich Systemressourcen wie Festplatten oder Dateisysteme aktiv sind.

root Passwort vergessen

Hier einige der meist selbst verursachten Fehler. Wenn das root Passwort vergessen wurde, kann nun ein neues vergeben werden.

sudo Regelwerks-Plugin konnte nicht initialisiert werden

Bei unsachgemäßer Änderungen an der sudoers Datei kann es zu Fehler kommen.

Ist sudo im Standard Runlevel nicht mehr möglich und man sich als root ausgesperrt hat, kann sudo wiederhergestellt werden.

Bevor /etc/sudoers geändert werden kann, muss der Datei das Schreibrecht zugeteilt werden.

Nach dem editieren muss sudoers wieder geschützt sein.

Hier die sudoers Original Datei von Linux Mint 20 für den Fall das diese zur unbrauchbarkeit verändert worden ist. Hinweis! Änderungen sollten immer nur mit visudo gemacht werden.

Festplatte hat kein freien Speicher

Wenn kein freier Festplattenspeicher mehr vorhanden ist, können die Logs nicht mehr gespeichert werden, was zum Systemstillstand führt, hier kann in der Single User Mode Console die Speicherbelegung überprüft werden, um wieder freien Speicher zu schaffen.

Ist das Kommando tree auf dem System nicht vorhanden, kann einer der folgenden du (disk usage) Befehle Hilfe leisten.

Postfix E-Mail Weiterleitung zu Gmail

E-Mails mit Postfix (MTA) Mail Transfer Agent über Gmail Relayhost senden

Tutorial für eine Postfix Konfiguration, um E-Mails mit Postfix (MTA) Mail Transfer Agent über ein Google Mail Relayhost zu versenden. Die E-Mails werden dabei über ein Google Mailkonto ausgeliefert, die Clients im lokalen Netzwerk nutzen Postfix als lokalen SMTP-Gateway. In Situationen bei diesen zum Beispiel Mutlifunktionsgeräte, oder Programme diese die Authentifizierung über Mail Submission und STARTTLS (Port 587) nicht unterstützen, können so über den lokalen Postfix Mailserver E-Mails versenden, ohne das eine Anmeldung am Mailserver erforderlich wäre.

Bei einem CentOS 7 Linux werden hierzu die erforderlichen Pakete als root installiert.

Auf einem Debian und Ubuntu ist die Paket installation wie folgt.

Die Postfix Konfiguration ist zu editieren mit öffnen der Datei /etc/postfix/main.cf

Bei mynetworks die lokalen Netzwerke eintragen. Als myhostname den im Internet auflösbaren PTR Resource Record, für die Ermittlung des PTR Eintrages, kann der folgende Befehl im Terminal ausgeführt werden, wie in folgendem Beispiel, oder aber hier.

Als nächstes wird eine Datei /etc/postfix/sasl_passwd mit folgendem Inhalt erstellt.

Anstelle von mein@gmail.com das eigene Google Mailkonto einsetzen, bei password das Google Kennwort.

Mit postmap die Datei sasl_passwd als Berkeley DB erstellen.

TIP: postmap nach jeder änderung ausführen.

Nun wird Postfix neu gestartet um die Konfiguration zu aktivieren.

Die Postfix Konfiguration testen, mit dieser Zeile im Terminal.

Als mein@gmail.com die gültige Gmail Adresse, und bei andere@domain.com eine gültige Empfänger E-Mail angeben.

Hinweis! Dieses Google-Konto erfordert deaktivierte Einstellungen unter Sicherheit – Bei Google anmelden – geht man zu Sicherheit
Bestätigung in zwei Schritten Aus, und der Zugriff auf das Google-Konto bei Zugriff durch weniger sichere Apps muss An sein.

Postfix protokolliert mit syslog in der Logdatei /var/log/maillog in dieser man sich vergwewissern kann, ob die E-Mail versendet und von smtp.gmail.com angenommen wurde.

Mit mailq die Queue auf allfällige abgelehnte Mails überprüfen.

Sind in maillog Fehler bei der authentifizierung zu finden, müssen die Google-Konto Sicherheitseinstellungen überprüft werden.

TIP: Es kann passieren das nach mehreren Sendeversuche, sich dann abgewiesene (bounced) Mails in der Queue befinden, diese man wieder aus der Queue löschen kann.

Postfix Weiterleitung zu Office 365

E-Mails mit Postfix (MTA) Mail Transfer Agent über Office 365 Relayhost senden

Tutorial dieses die Postfix Konfiguration beschreibt, wie E-Mails mit Postfix (MTA) Mail Transfer Agent über ein Office 365 Relayhost versendet werden. Die E-Mails werden über ein Office 365 E-Mailkonto ausgeliefert, die Clients im lokalen Netzwerk nutzen dabei Postfix als lokalen SMTP-Gateway. In Umgebungen wo beispielsweise Mutlifunktionsgeräte, oder Applikationen welche die Authentifizierung über Mail Submission und STARTTLS (Port 587) nicht unterstützen, können über den lokalen Postfix Mailserver versenden, ohne das diese sich am Mailserver anmelden müssen.

Auf einem CentOS 7 Linux Host werden dazu die folgenden Pakete als root bereitgestellt.

Bei Debian basierten Linux geht die Paket bereitstellung wie folgt.

Die Postfix Konfiguration editieren der Datei /etc/postfix/main.cf

Bei mynetworks das lokale Netzwerk eintragen. Als myhostname den im Internet auflösbaren PTR Resource Record anwenden, um herauszufinden wie die Public IP und der dazugehörende PTR Eintrag ist, folgendes Command in der bash ausführen, oder hier.

Als nächstes wird eine Datei /etc/postfix/sasl_passwd erstellt.

Anstelle von meinemail@domain.com ist das eigene Office 365 Mailkonto einzusetzen, bei password das entsprechende Kennwort.

Die Datei sasl_passwd zur Berkeley DB erzeugen mit postmap.

TIP: postmap muss man nach jeder änderung ausführen.

Nun wird Postfix neu gestartet um die Konfiguration zu aktivieren.

Zuletzt wird die Postfix Konfiguration getestet, mit einer mail aus der bash.

Bei meinemail@domain.com die Office 365 Mailadresse, und bei andere@domain.com eine gültige Empfänger E-Mail angeben.

Die Mail-Logdatei und die queue untersuchen um sich zu vergewissern, ob die E-Mail auch tatsächlich versendet wurde und von smtp.office365.com angenommen wurde.

TIP: Es gibt weitere Möglichkeiten Ausgaben an mail zu übergeben, zum Beispiel kann das Resultat der PTR Recource Record Abfrage als Argument an mail übergeben und gesendet werden.