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Vim (Vi IMproved) ist eine Weiterentwicklung des Texteditors vi. Das freie Open-Source-Programm wurde 1991 von Bram Moolenaar veröffentlicht.

VIM copy paste Insert Visual Mode deaktivieren

VIM Visual Mode — (insert) VISUAL — deaktivieren beim einfügen mit Maus-Rechtsklick

Vi Improved ist für viele Admins und Entwickler der universelle Begleiter bei der täglichen Arbeit, der mächtige Editor mit regulären Ausdrücke (Regex), vornehmlich etabliert unter Unixoiden Betriebssysteme kann viele Anhänger auf sich zählen.

Auch erfährt Vim die Portierung für Windows, dies wohl eher interessant für jene die sich im parallel Universum, Linux und Windows bewegen. Für Anfänger aber bedeutet der Einstieg des ungewöhnlichen Editors allerdings grössere Hürden und erfordert eine Einarbeitung. Aber auch erfahrene Vi Improved Profis begegnen neuen Features, denn auch Vim wird stetig weiterentwickelt, so gibt es den Kompatibilitätsmodus und seit einiger Zeit den Visual Block Mode, dieser mit CTRL-V aktiviert wird.

VIM Visual Block Mode deaktivieren beim einfügen mit Maus-Rechtsklick
Abbildung: Vim Visual Block Mode (Ctrl+V) beim einfügen mit Maus-Rechtsklick.

So kommt es zum Symptom, das der blockweise Visual Mode (CTRL-V) kollidiert, mit Einfügen bei Rechts-klick mit Maus oder Trackpad.

Mit einer persönlichen .vimrc wird die Kompatibilität zum klassischen vi möglich. Möchte man die Maussteuerung abschalten, um das einfügen mit Rechtsklick zu ermöglichen, genügt die Option set mouse-=a.

$ echo "set compatible" > ~/.vimrc
$ echo "set mouse-=a" >> ~/.vimrc

Beachte dass ~/.vimrc den nocompatible Modus automatisch aktiviert, sobald eine persönliche Initialisierungsdatei vorliegt.

debian.vim setzt nocompatible. (Vi Improved mit Neuerungen). Das aktivieren von compatible ändert zahlreiche Optionen, daher sollten alle anderen Optionen NACH dem aktivieren von compatible konfiguriert werden.

Der — VISUAL BLOCK — Modus unterscheidet sich zum normalen VISUAL Modus in dem nach Abschluss des Befehls man automatsich in den normalen Einfügemodus zurück kehrt. Beim editieren geht man mit CTRL-V in den VISUAL BLOCK Mode.

Um im Visual Block Modus den zuvor yanked (y) oder gelöschten (d) Text einzufügen, gibt man im normalen Modus (p) für einfügen ein.

Der Vim Kompatibilitätsmodus

Kompatibler Modus bedeutet die Vi Kompatibilität zum alten vi mit  :set compatible, dadurch werden alle Verbesserungen und Neuerungen von Vi Improved deaktiviert. Dies wird nicht empfohlen, aber einige Systeme bieten (hauptsächlich aus Gründen der Abwärtskompatibilität mit alten Unix-Systemen) den vi Befehl, der mit Vim im kompatiblen Modus implementiert wird.

Quellennachweis:
Vim Visual Mode Rerferenz Manual – Vim Version 7.3

VIM unter Windows 10

VIM für Windows 10

Der VIM – Editor gilt unter Linux und Unix als das Urgestein und ist der Standard Editor unter POSIX, selbst Mac OS X spendiert uns den VIM Editor, dieser aus dem Terminal aufgerufen werden kann.

VIM on Windows 10

Vim (Vi IMproved) ist eine Weiterentwicklung des Texteditors vi. Das freie Open-Source-Programm wurde 1991 von Bram Moolenaar veröffentlicht – ein mächtiger Syntax Highlight Editor, weit verbreitet bei Entwickler beim arbeiten mit Code und Scripts, wer mit Regex Ausdrücke arbeitet hat mit VIM ein vielseitiges Tool, der stehts weiter entwickelte Editor ist heute für nahezu jedes Betriebssystem verfügbar.

Unix Admins die mit Windows arbeiten brauchen somit nicht auf den gewohnten Editor zu verzichten, hier kann mit VIM für Windows ebenfalls nachgeholfen werden. VIM holt man sich am besten gleich auf https://www.vim.org/ bei Download – PC: MS-DOS and MS-Windows, wer möchte kann mit dem Self-installing executable Binary die Installation automatisch durchführen, oder die Runtime files vim##rt.zip und die Win32 console executable vim##w32.zip selber in den Pfad C:\Program Files (x86)\vim\vim80 kopieren.

Die VIM Konfigurationsdatei

Die VIM Konfiguration findet über Umgebungsvariablen statt, die Einträge werden mit der Taste Win + X unter System -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Umgebungsvariablen eingefügt, unter Systemvariablen wird der Pfad hinzugefügt, hier ist es C:\Program Files (x86)\vim\vim80, dann die Variable VIM hinzufügen, als Wert wird C:\Program Files (x86)\vim eingetragen .

VIM Systemvariablen
VIM Systemvariablen

Die Konfigurationsdatei _vimrc muss oberhalb des Programm Ordners zu stehen kommen, unter C:\Program Files (x86)\vim, entsprechend des wertes der Umgebungsvariable – VIM. Bei Benutzer Einstellung ist die Datei unter dem Userprofil Pfad bei %USERPROFILE%.

Mit einem Symlink auf VIM wird der Befehl vi verfügbar. Dazu mklink aus einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung, mit der Taste Win + R = cmd ausführen.

mklink %systemroot%\System32\vi.exe "%ProgramFiles(x86)%\vim\vim80\vim.exe"

Beispiel: _vimrc (beginnt mit _Unterstrich) diese für alle Benutzer unter C:\Program Files (x86)\vim\ sein muss, sollen Benutzer Einstellungen gelten, kommt _vimrc unter %USERPROFILE% zu stehen.

" Maintainer:Don Matteo <think@unblog.ch>
" Last change:2016 Dec 26
"
" To use it, copy it to
"     for Unix and OS/2:  ~/.vimrc
"      for Amiga:  s:.vimrc
"  for MS-DOS and Win32:  $VIM\_vimrc
"    for OpenVMS:  sys$login:.vimrc
 
" When started as "evim", evim.vim will already have done these settings.
if v:progname =~? "evim"
  finish
endif
 
" Use Vim settings, rather than Vi settings (much better!).
" This must be first, because it changes other options as a side effect.
set nocompatible
 
" allow backspacing over everything in insert mode
set backspace=indent,eol,start
 
" shortmess=aoOtI
set cmdheight=2
set history=50
set ruler
set incsearch
set number
set wildmenu
set showcmd
set hlsearch
set ignorecase
set smartcase
set autoindent
set laststatus=2
set visualbell
set t_vb=
set shell=powershell
set shellcmdflag=-command
syntax on
color industry
 
" For Win32 GUI: remove 't' flag from 'guioptions': no tearoff menu entries
" let &guioptions = substitute(&guioptions, "t", "", "g")
 
" Don't use Ex mode, use Q for formatting
map Q gq
 
" CTRL-U in insert mode deletes a lot.  Use CTRL-G u to first break undo,
" so that you can undo CTRL-U after inserting a line break.
inoremap <C-U> <C-G>u<C-U>
 
" In many terminal emulators the mouse works just fine, thus enable it.
if has('mouse')
  set mouse=a
endif
 
if has("gui_running")
  " Set a nicer font
  set guifont=Consolas:h11:cDEFAULT
  " Hide the toolbar
  set guioptions-=T
  " GUI is running or is about to start.
  " Maximize gvim window (for an alternative on Windows, see simalt below).
  set lines=38 columns=133
else
  " This is console Vim.
  if exists("+lines")
    set lines=45
  endif
  if exists("+columns")
    set columns=110
  endif
endif
VIM

Tip: Mit einer Windows Explorer Kontextmenü-Erweiterung lässt sich ein öffnen mit VIM Editor Menü Eintrag anlegen. Das vorgehen wird in meinem Beitrag Explorer Kontextmenü erweitern aufgezeigt.

VIM Kontextmenu

Vim Vi IMproved graphical cheat sheet

Vi ist ein klassischer Texteditor, der im Jahr 1976 seine erste Inkarnation auf den meisten Plattformen weltweit erlebte, seine Fähigkeit an jedem Computer in einem Command-Prompt vi zu nutzen, war stehts ein einfaches, aber leistungsfähiges Konzept.

Vi IMproved – VIM Weiterentwicklung

VIMVim (Vi IMproved) ist eine Weiterentwicklung des Texteditors vi. Das freie Open-Source-Programm wurde 1991 von Bram Moolenaar veröffentlicht. Seitdem wird der Editor aktiv weiterentwickelt. Wie vi zeichnet sich Vim durch seine verschiedenen Betriebs-Modi aus, während viele andere gebräuchliche Editoren nur einen kombinierten Modus für Eingabe und Befehle kennen, in dem Befehle über Tastenkombinationen und grafische Oberflächen ausgeführt werden.

vi / vim graphical cheat sheet
vi / vim graphical cheat sheet

Vim funktioniert wie der vi-Editor im Textmodus auf jedem Terminal. Die Bedienung erfolgt dann üblicherweise über die Tastatur, eine Maus wird zwar auf vielen Terminals unterstützt, ihre Verwendung ist aber limitiert. Das ist zum einen historisch bedingt durch die zu Ur-vi-Zeiten Mitte der 1970er Jahre üblichen Bildschirmterminals mit einer langsamen, seriellen Verbindung zum Hauptrechner, zum anderen schätzen erfahrene Benutzer die Effizienzvorteile der mächtigen Tastatursteuerung („vi is at your fingertips“). Aus der Limitierung damaliger Terminals resultiert sein modales Konzept. Vim ist nahezu vollständig abwärtskompatibel zu vi, hat jedoch eine Vielzahl an Weiterentwicklungen und eine moderne grafische Benutzerschnittstelle mit Menüs (GVim) sowie eine vereinfachte Version für Einsteiger (eVim).
Vim kann auf vielen Betriebssystemen genutzt werden, und ist auf fast jedem GNU/Linux-Rechner zu finden. In der Regel wird beim Aufruf vi unter Linux Vim über eine Verknüpfung oder einen Alias aufgerufen. Welcher vi-Ableger gestartet wurde, lässt sich im Kommando-Modus über den Befehl :version überprüfen.

Offizielle Webseite: https://www.vim.org/