Schlagwort-Archive: VMware

Zugriff auf Virtuellen Festplatten

Dateien auf virtuellen Festplatten mit 7-Zip wiederherstellen, oder Dateien von einer virtuellen Partition in eine andere zu kopieren, ohne das virtuelle Betriebssystem zu booten. Außerdem können Dateien auch gelöscht, verschoben oder zu einer virtuellen Maschine hinzufügt werden, um beispielsweise ein nicht mehr Boot fähiges System zu reparieren oder Offline-Windows-Updates auszuführen.

Eine weitere Möglichkeit ergibt sich zur Wiederherstellung von Daten aus einer Snapshot Sicherung, beispielsweise bei VMware, Inc. 159,57 +7,27 +4,77% VMware Consolidated Backup durch ghettoVCB.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie auf den Inhalt eines virtuellen Laufwerks zugegriffen werden kann, ohne das virtuelle Betriebssystem selbst zu booten. Hier wird die recht einfache Lösungen mit 7-Zip vorgestellt.

7-Zip ist wahrscheinlich das beliebteste kostenlose Archiv-Tool, dieses auch die Möglichkeit bietet, VHD-, VDI- und VMDK-Disk-Images zu öffnen. Es können benötigte Dateien einfach aus der virtuellen Maschine extrahiert werden, oder aber das Archive wird über die Schaltfläche Extrahieren in ein Ordner kopiert.

Abbildung: 7-Zip Kontextmenu Flat VMDK öffnen.

Um ein virtuelles Laufwerk zu öffnen, klicken man mit der rechten Maustaste auf die Flat VMDK oder VHD Datei um die virtuelle Festplatte über das 7-Zip-Kontextmenü zu öffnen. Es werden nur Single-Volume-VDIs unterstützt, wenn es mehr als eine Partition gibt, wird kein Root- Verzeichnis geöffnet. Multi-Volume-VHD und VMDK-Dateien werden aber unterstützt, dabei werden die Partitionen nummeriert angezeigt, 0 ist oft die Reserved Boot-Partition, 1 ist die Haupt-Windows-Partition und 2 ist die Partition für das Laufwerk D.

 

ESXi Password Complexity

Bei VMware ESXi6 werden Kennwortrichtlinien für komplexitäre Kennwörter verwendet. ESX erzwingt die Kennwort Anforderungen für den direkten Zugriff von der DCUI, ESXi Shell, SSH oder dem vSphere Web Client.

vSphere

Bei der Evaluation oder in Testumgebungen ist die erzwungene Kennwortkomplexität unnötig und erschweren Administratoren den Alltag. Möchte man nach der Installation ein einfacheres Kennwort vergeben, quotiert dies die ESXi Ereigniskonsole mit:
A general system error occurred: Weak password: based on a dictionary word and not a passphrase.

Die Kennwortkomplexität Security.PasswordQualityControl kann man am einfachsten über die SSH-Konsole herabsetzen, in dem man die Datei passwd im Editor öffnet:

vi /etc/pam.d/passwd

In Zeile 5 wird der default Wert
retry=3 min=disabled,disabled,disabled,7,7
geändert mit retry=6 min=7,1,1,1,1

Kennwortrichtlinien Standardwerte:
ESXi 5: retry=3 min=8,8,8,7,6
ESXi 6: retry=3 min=disabled,disabled,disabled,7,7

Nach einem Reboot kann ein einfaches Passwort vergeben werden. Für Produktive Hypervisoren sollten jedoch dringendst die Standardwerte verwendet werden.

Für den sicheren Zugang ist empfohlen, vSphere hinter der Firewall zu betreiben, in dem der vSphere Client über VPN genutzt wird, oder die SSH Authentifizierung über RSA Zertifikate zu ermöglichen, um Brute-Force Attacken erfolglos werden zu lassen.

Die Kennwortkomplexität kann auch im vSphere Client (ja dem guten alten) angepasst werden, unter Konfiguration – Erweiterte-Einstellungen – Security.

vSphere Konfiguration Erweiterte-Einstellungen Security

Virtualisierung OS X 10.9 Mavericks mit VMware

Mit vorinstallierten Mac OS X – VMware-Images geht es bequem und schnell Virtuelle Installation vorzunehmen, die manuelle Installation mit Patching und Einrichtung der Hardware Anforderungen entfällt. Dieser Artikel soll als Leitfaden zur OS X Desktop-Virtualisierungssoftware auf PCs dienen, es wird die Installation von OS X 10.9 Mavericks VMware-Image auf Windows 8.1 und Intel-Prozessor basierten Computer mit VMware Workstation 11 beschrieben. Grundsätzlich ist das vorgehen ab VMware Workstation 7 und höher möglich.

Anmerkend sei erwähnt das die Anwendung von OS X Virtuelle Maschinen auf Intel-basierten Computer mit VMware immer Hackintosh Versionen sind, diese Arbeiten nicht auf Physikalischen Maschinen sondern kommen nur als Virtuelle Images zum Einsatz. Virtuelle Maschinen auf Mac OS X haben beschränkte Funktionalität in Bezug auf die Hardware Nutzung, für Tests und um zu experimentieren sind diese jedoch mehr als ausreichend.

Als Voraussetzung wird eine Intel CPU mit Virtualisierungstechnik VT-x oder AMD CPU mit AMD-V Unterstützung erforderlich. Die Virtualisierungsfunktionen müssen im BIOS des Rechners aktiviert sein, dies ist beim Bootvorgang meist über F1 oder F10 zu erreichen, je nach Hersteller werden die Optionen unter Advanced CPU Features, oft CPU Multi-Threading, Virtualization Technology oder Intel VT-x (VT-d) genannt, diese gilt es jeweils zu aktivieren.

Das vorinstallierte OS X 10.9 Mavericks VMware Image kann per Google gefunden werden, schnell fündig wird man wenn man mit folgender Eingabe sucht.

Das 7zip Archive am besten mit dem freien Archivierungs-Tool von 7-zip entpacken.

OS X 10.9 Mavericks VMware unpacking
OS X 10.9 Mavericks VMware unpacking

Es wird der Hackintosh „VMware unlocker“ benötigt, ein Pflicht Dienstprogramm für Mac OS X Gast Instanzen. Das Unlocker Dienstprogramm ersetzt einige VMware Programmdateien um die Installation Ausführung zu können. Der Unlocker erhält man bei www.insanelymac.com, oder sucht bei Google nach:

Mit Registrierung einer gültigen E-Mail ist man zum Download und zur freien Nutzung berechtigt.

Nach Download der Datei unlocker204.zip das Archive entpacken und die Datei win-install.cmd als Administrator ausführen.

unlocker204_run_as_admin

Es werden die VMware Dienste angehalten und die VMware Workstation für Mac OS X erweitert, sowie die VMware Tools bereitgestellt.

Jetzt nur noch die VM-Konfigurationsdatei OS X Mavericks.vmx editieren und den Eintrag smc.version = „0“ hinzufügen (nur ab VMware Workstation 10).

OS X Mavericks.vmx
OS X Mavericks.vmx

Mit Doppel-Klick auf OS X Mavericks.vmx öffnen wir die Virtuelle Maschine, je nachdem wie viel Memory dem Host System zur Verfügung steht, kann dem Gast OS das Memory erhöht werden, die Anzahl der CPU und Core sollte nicht verändert werden.

Als Option zur besseren Performance kann man den Upgrade Wizard zur VMware Hardware Kompatibilität auf die Version 10 ausführen.

Change Hardware Compatibility
Change Hardware Compatibility

Nun kann die OS X 10.9 Mavericks VM gestartet werden.

OS X Mavericks VMware Workstation
OS X Mavericks VMware Workstation

Als letztes werden noch die WMware Tools installiert, dazu wird die CDROM gemountet mit Verbindung zum darwin.iso welches unter dem entpackten Unlocker Ordner ist. Nach dem nächsten Reboot ist das OS X Gast OS fertig.

OS X Mavericks - Install VMware Tools
OS X Mavericks – Install VMware Tools

Tipp! Die Auswahl der Bildschirmauflösung hat Apple etwas bescheiden ausfallen lassen, drückt man jedoch bei Scaled die ALT-Taste lässt sich eine adäquate Auflösung wählen.

Bildschirmauflösung
Bildschirmauflösung

 

Das OS X Mavericks VMware Image ist auch für die Installation auf einem VMware Infrastruktur Server, ESXi möglich, in dem das Gast OS aus der VMware Workstation auf ein ESXi Host hochgeladen wird.

Quellen Links:

7zip
7zip
WMware
WMware