Windows IPv4 anstatt IPv6

Windows IPv4 bevorzugt anstatt IPv6 Anwenden und Konfigurieren

 

Die Affine Koexistenz von IPv6 und IPv4 für Ressourcen in der Übergangszeit, ist für Netzwerk Umgebungen mit Windows Domänen nicht ohne weiteres erwünscht, es kann zu unerwarteten Störungen bei der Namensauflösung kommen, so können Verbindungen zu Netzlaufwerke ausfallen, oder die Authentifizierung zur Domäne ist zeitweise nicht mehr möglich, oft nachdem ein IPv6 fähiger Router in das Netzwerk integriert wurde, suchen Clients vergeblich über die AD Domain Services nach einer Domäne, da IPv6 bevorzugt wird, in Koexistenz mit IPv4, muss oft das IPv6 Protokoll systemweit konfiguriert werden.

Einführung

Microsoft Corporation 103,75 +0,86 +0,83% Windows Vista, Windows Server 2008 und höhere Windows-Versionen verwenden RFC 3484 und eine Präfixtabelle, um festzustellen, welche Adresse verwendet werden soll, wenn mehrere Adressen für einen DNS-Namen (Domain Name System) verfügbar sind.

Standardmäßig bevorzugt Windows globale IPv6-Unicastadressen gegenüber IPv4-Adressen.

IPv4 Bevorzugen

  Internetprotokoll Version 6 (IPv6) ist ein obligatorischer Bestandteil von Windows 10, sowie ab Windows Server 2008 und neuer. Es wird empfohlen, in Präfixrichtlinien „Bevorzugt IPv4 anstelle von IPv6 anzuwenden“, anstatt IPv6 zu deaktivieren.

Das Bevorzugen von IPv4 gegenüber IPv6 lässt sich mit der Änderung des Registry Schlüssel DisabledComponents mit dem Registrierungswert Hex 0x20 (Dec 32) ermöglichen.

   Copy Paste in einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung ausführen.

Abbildung: Registry Key DisabledComponents

Die Methode mittels Registrierung, um Windows IPv4 gegenüber IPv6 zu bevorzugen, ist eine generelle, jedoch weniger systemkonforme Lösung. Am Ende ändert Windows die Präfix Richtlinientabelle wie im folgenden abschnitt aufgezeigt.

Durch Ausführung des netsh Tools wird die Richtlinientabelle mit dem Präfix, der Priorität und dem Label ausgegeben.

Die Windows 10 Standard Präfixrichtlinien Einstellung ist wie folgt:

Zu beachten ist, dass IPv6-Adressen (::/0) gegenüber IPv4-Adressen (::/96 und ::ffff:0:0/96) bevorzugt werden.

Das erhöhen der Priorität für den IPv4 Präfix mit set prefixpolicy.

::ffff:0:0/96 ist der IPv4 Präfix, 50 ist die Priorität (sehr hoch) und 0 ist der Label.

Um IPv6 zu konfigurieren, ändert man den folgenden Registrierungswert auf der Grundlage der folgenden Tabelle.

IPv6-Funktionalität Registrierungswert Kommentare

Bevorzugen von IPv4 gegenüber IPv6

Dec 32

Hex 0x20

Bin xx1x xxxx

Empfohlen, anstatt sie zu deaktivieren.
Deaktivieren von IPv6 Dec 255

Hex 0xFF

Bin 1111 1111

Weitere Informationen finden Sie im Artikel KB3014406, wenn nach dem Deaktivieren von IPv6 in Windows 7 SP1 oder Windows Server 2008 R2 SP1 eine Startverzögerung auftritt.

Zusätzlich wird der Systemstart um 5 Sekunden verzögert, wenn IPv6 durch falsches Setzen der DisabledComponents-Registrierungseinstellung auf den Wert 0xfffffff deaktiviert wird. Der richtige Wert muss „0xff“ lauten.

Der Registrierungswert „DisabledComponents“ hat keinen Einfluss auf den Status des Kontrollkästchens. Selbst wenn der DisabledComponents-Registrierungsschlüssel auf IPv6 eingestellt ist, kann das Kontrollkästchen auf der Netzwerk-Registerkarte für jede Schnittstelle aktiviert werden. Dieses Verhalten ist normal und beabsichtigt.

Deaktivieren von IPv6 an allen Nicht-Tunnelschnittstellen Dec 16

Hex 0x10

Bin xxx1 xxxx

Deaktivieren von IPv6 an allen Tunnelschnittstellen Dec 1

Hex 0x01

Bin xxxx xxx1

IPv6 an allen Nichttunnelschnittstellen (außer dem Loopback) und an der IPv6-Tunnelschnittstelle deaktivieren Dec 17

Hex 0x11

Bin xxx1 xxx1

Bevorzugen von IPv6 gegenüber IPv4 Bin xx0x xxxx
Erneutes Aktivieren von IPv6 an allen Nichttunnelschnittstellen Bin xxx0 xxxx
IPv6 an allen Tunnelschnittstellen erneut aktivieren Bin xxx xxx0
Erneutes Aktivieren von IPv6 an allen Nicht-Tunnelschnittstelle und an IPv6-Tunnelschnittstellen Bin xxx0 xxx0

Quellen Link: Anleitung zum Konfigurieren von IPv6 in Windows für fortgeschrittene Benutzer

Damit nicht bei jedem PC die Einstellung manuell ausgeführt werden muss, kann die Aktion mittels einer ADMX-Datei um die Einstellungen in einer Gruppenrichtlinieneinstellung verfügbar zu machen.

Wobei hier IPv6 für das Loopback-Interface aktiviert bleibt. Das sollte sich jedoch nicht weiter störend auswirken, da so gleichzeitig dafür gesorgt wird, dass IPv4 bevorzugt wird.

Soll IPv6 wieder aktiviert werden gilt folgender Key.

Die Überprüfung auf existierende IPv6 Adressen in der PowerShell.

 

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