Windows 10 Version und Build

Die Versionierung von Windows 10 ist komplexer geworden, weil neben der Major Version auch die Build Number und die Release ID erkennbar sein muss, auch um damit die Funktionalität des Systems zu beurteilen ist. Diese Informationen muss man aus diversen Quellen abrufen.

Mit Windows 10 hat Microsoft die Versionierung geändert. Mit der Build Number wird die Kernelversion von Windows bezeichnet. diese soll künftig anstelle der Windows Version stehen. Laut Microsoft soll Windows 10 bekanntlich die letzte Windows Version sein. Es bedeutet, dass Windows 10 nur noch per Update erneuert wird. Um welche Windows Installation es sich handelt, kann anhand der Build Number festgestellt werden.

Windows Version ermitteln

Mittels Eingabe des Befehles „ver“ aus der Eingabeaufforderung,  +R=cmd wird die Windows Version ermittelt:

windows version

Mit dem Befehl  +R=winver  wird auch die Build Number und die Edition ausgegeben.

Natürlich ist die Version und Build Number abfrage aus der PowerShell möglich.

windows version cmdlet

Adäquater erscheint die Ausgabe mit folgendem PowerShell Scriptlet.

windows_version_powershell_ise

Die Zeilen können in PowerShell ISE eingefügt und ausgeführt werden.

Linux Version ermitteln

Und wenn wir schon mal dabei sind, hier gleich die Ausgabe der Kernelversion einer Linux Distribution:

linux version

Und bei Mac OS X mit dem Befehl sw_vers aus dem Terminal:

OXS Version

VIM unter Windows 10

Der VIM – Editor gilt unter Linux und Unix als das Urgestein und ist der Standard Editor unter POSIX, selbst Mac OS X spendiert uns den VIM Editor, dieser aus dem Terminal aufgerufen werden kann.

VIM on Windows 10Vim (Vi IMproved) ist eine Weiterentwicklung des Texteditors vi. Das freie Open-Source-Programm wurde 1991 von Bram Moolenaar veröffentlicht – ein mächtiger Syntax Highlight Editor, weit verbreitet bei Entwickler beim arbeiten mit Code und Scripts, wer mit Regex Ausdrücke arbeitet hat mit VIM ein vielseitiges Tool, der stehts weiter entwickelte Editor ist heute für nahezu jedes Betriebssystem verfügbar.

Unix Admins die mit Windows arbeiten brauchen somit nicht auf den gewohnten Editor zu verzichten, hier kann mit VIM für Windows ebenfalls nachgeholfen werden. VIM holt man sich am besten gleich auf http://www.vim.org/ bei Download – PC: MS-DOS and MS-Windows, wer möchte kann mit dem Self-installing executable Binary die Installation automatisch durchführen, oder die Runtime files vim##rt.zip und die Win32 console executable vim##w32.zip selber in den Pfad C:\Program Files (x86)\vim\vim80 kopieren.

Die VIM Konfiguration findet über Umgebungsvariablen statt, die Einträge werden mit  +X unter System -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Umgebungsvariablen eingefügt, unter Systemvariablen wird der Pfad hinzugefügt, hier ist es C:\Program Files (x86)\vim\vim80, dann die Variable VIM hinzufügen, als Wert wird C:\Program Files (x86)\vim eingetragen .

VIM Systemvariablen
VIM Systemvariablen

Die Konfigurationsdatei _vimrc muss oberhalb des Programm Ordners zu stehen kommen, unter C:\Program Files (x86)\vim, entsprechend des wertes der Umgebungsvariable – VIM. Bei Benutzer Einstellung ist die Datei unter dem Userprofil Pfad bei %USERPROFILE%.

Mit einem Symlink auf VIM wird der Befehl vi verfügbar. Dazu mklink aus einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung,  mit  +R = cmd ausführen.

Beispiel: _vimrc (beginnt mit _Unterstrich) diese für alle Benutzer unter C:\Program Files (x86)\vim\ sein muss, sollen Benutzer Einstellungen gelten, kommt _vimrc unter %USERPROFILE% zu stehen.

Tip: Mit einer Windows Explorer Kontextmenü-Erweiterung lässt sich ein öffnen mit VIM Editor Menü Eintrag anlegen. Das vorgehen wird in meinem Beitrag Explorer Kontextmenü erweitern aufgezeigt.

VIM Kontextmenu

 

Exchange MailboxStatistics Mail-Report

Exchange Administratoren möchten über die Aktivitäten der CAS und DAG informiert sein. Das PowerShell cmdlet Get-MailboxStatistics ermöglicht hier probate Reports zu erstellen. Dieser Beitrag soll in einem Beispiel die Möglichkeiten aufzeigen. Anhand eines einfachen Scripts wird die Statistik aller Mailboxen in einer Exchange Organisation erzeugt und als E-Mail Report versendet.

Das PowerShell scriptlet erzeugt die Mailbox Statistic und den Heath Status des Servers, die Code Zeilen in eine Datei report.ps1 speichern und in der Exchange Management Shell als cmd report ausführen. Bei $msg.To.Add werden gültige E-Mail Empfänger definiert. Die Empfänger müssen in der DAG existieren in dieser der Script ausgeführt wird, sollen externe Empfänger den Report erhalten, kann für $smtpServer als Wert ein externer Host oder Mail Transport Agent angegeben werden.

Aus dem Aufgabenplaner lässt sich der Script geplant ausführen, zum Beispiel Täglich um 20.00 Uhr, dabei wird im Register Action im Feld Programm/Script:

eingetragen, und im Feld Argumente:

eingefügt. Damit wird der Script in der Exchange Management Shell ausgeführt. im Register Allgemein muss die Checkbox Mit höchsten Privilegien ausführen aktiviert werden.

Exchange Server Health Report
Exchange Server Health Report

Automatische Konfiguration IPv4 Link-Local – APIPA deaktivieren

ZEROCONF gemeinhin als IPv4 Link-Local (IPv4LL) und Automatic Private IP Addressing (APIPA) nutzt den Bereich 169.254.0.0/16 für Netzwerk-Adressen. Oft ist die per Default aktivierte APIPA Adressierung von Systemadministratoren nicht erwünscht.

Die meisten Windows Versionen und Linux-Distribution verwenden die Zero-Network-Konfiguration (ZEROCONF) um das Netzwerk ohne zentrale Instanz automatisch zu konfigurieren, also ohne die Notwendigkeit des Vorhandenseins eines DHCP oder DNS-Server in einem Netzwerk. ZEROCONF ist ein IETF-Organ, das eine Reihe von dynamischen Protokolle plant und koordiniert, es soll einem Betriebssystem die automatische Netzwerk Konfiguration ermöglichen.

Unter Windows kann APIPA ZEROCONF mit folgender Registrierung deaktiviert werden, dazu die Eingabeaufforderung als Administrator öffnen mit  +cmd und die REG Zeile durch Copy & Paste ausführen.

Bei Linux wird die Datei network editiert und ZEROCONF= YES oder NO eingefügt.

Bei Red Hat, Fedora und CentOS wird die Konfiguration wie folgt übernommen.

Bei Ubuntu oder Debian den init Script ausführen.

 

SSH zu ESXi 6.0U2 mit PuTTY

VMware 6.0U2 beinhaltet viele Neuerungen, so wurde auch der OpenSSH 7.1 Daemon integriert. Dabei kommt es beim versuch mit PuTTY ein SSH Terminal zum ESXi-Host zu initialisieren zum timeout, mit anschliessendem Fehler: Server unexpectedly closed network connection.

Auf dem ESXi-Host wird folgender Eintrag protokolliert, in /var/log/auth.log:

Der Grund liegt beim Algorithmus für den Schlüsselaustausch, Diffie-Hellman group exchange des PuTTY, dieser bereits über 10 Jahre alte Algorithmus zur Verschlüsselung wird von OpenSSH 7.1 nicht mehr unterstützt.

Damit dennoch über PuTTY SSH Terminal Sessions möglich sind, muss der Algorithmus Diffie-Hellman group exchange nach unten verschoben werden, so das der neuere Algorithmus Diffie-Hellman group 14 zur ersten Priorität wird.

PuTTY Kex Diffie-Hellman
PuTTY Kex Diffie-Hellman

Die PuTTY Einstellung zur Session des ESXi 6.0 Host speichern, nun sind SSH-Terminal Verbindungen wieder möglich.