Sender Policy Framework

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Sender Policy Framework und Postfix

Mailserver (MTA) benötigen neben einem A Record, dem MX und dem PTR Eintrag, zusätzlich auch einen SPF-Datensatz im DNS.

Was sind SPF-Records

SPF (Sender Policy Framework) ist ein Verfahren zur Sender-Authentifizierung. SPF ist wie DKIM ein Datensatz vom Typ TXT des DNS, die dazu beitragen sollen, E-Mail-Spoofing zu verhindern und bei der Zustellung der eigenen E-Mails diese als legitim zu identifizieren. Auch soll verhindert werden das E-Mails beim Empfänger nicht im Junk-Mail-Ordner landen. Wenn eine Domain durch E-Mail-Spoofing missbraucht wird, landen die E-Mails wahrscheinlich im Spam-Ordner des Empfängers.

Der SPF-Record gibt an, welche Hosts oder IP-Adressen E-Mails im Namen einer Domain senden dürfen. Sie sollten nur dem eigenen Mailserver oder dem Server des Internetdienstanbieters erlauben, E-Mails für diese Domain zu senden.

SPF-Datensatz im DNS Erstellen

Ein SPF-Record ist ein DNS-Eintrag der zur DNS-Zone einer Domain hinzugefügt wird. Der SPF-Eintrag in einer DNS-Zone kann wie folgt aussehen:

Bei der Domain-Verwaltung eines Internet-Webhosting Anbieter kann dies dann etwa wie folgt aussehen.

  • TXT zeigt an, dass dies ein TXT-Datensatz ist.
  • v=spf1 gibt an, dass dies ein SPF-Datensatz ist und die SPF-Datensatzversion SPF1 ist.
  • mx bedeutet, dass alle in den MX-Datensätzen aufgeführten Hosts E-Mails für die Domain senden dürfen, alle anderen Hosts sind nicht zugelassen.
  • ~all gibt an, dass E-Mails dieser Domain nur von Hosts stammen sollen, die im SPF-Datensatz angegeben sind. Von anderen Hosts gesendete E-Mails werden als gefälscht gekennzeichnet. Mögliche Alternativen sind +all, -all, ?all, diese jedoch selten verwendet werden.

Um zu überprüfen das der SPF-Record im öffentlichen Internet aufgelöst wird, ist das Dienstprogramm dig auf dem Linux Host wie folgt zur Abfrage anzuwenden:

An einem Windows Computer kann nslookup in einer Eingabeaufforderung (cmd) ausgeführt werden, die Änderung kann je nach TTL eine Verzögerung haben:

In der PowerShell dient Resolve-DnsName mit folgendem Befehl:

Es können auch Online SPF-Validator wie mxtoolbox verwendet werden, um zu überprüfen welche Hosts die E-Mails der eigenen Domain senden dürfen.

Postfix SPF Policy Agent pypolicyd-spf

Wir benötigen für unseren Postfix SMTP-Server noch die Anweisung, den SPF-Datensatz eingehender E-Mails zu überprüfen, um gefälschte E-Mails zu erkennen. Installiere hierzu als root das Paket pypolicyd-spf aus dem EPEL-Repository:

Füge dann einen Benutzer für Policyd-SPF hinzu:

Bearbeite nun die Postfix-Master-Konfigurationsdatei master.cf:

Füge die Zeilen am Ende der Datei master.cf hinzu, hierdurch wird Postfix angewiesen den SPF-Richtliniendämon zu starten. Policyd-SPF wird als Benutzer policyd-spf ausgeführt.

  Policyd-SPF sollte nicht in einer chroot-Umgebung ausgeführt werden.

Speichere und schliesse nun die Datei. Bearbeite als Nächstes die Postfix-Hauptkonfigurationsdatei main.cf:

Die Zeile mit policyd-spf sollte nach reject_unauth_destination zu stehen kommen. Speichere anschlissend die Datei und starte dann Postfix neu:

Wenn jetzt das nächste Mal eine E-Mail von deiner Domain mit einem SPF-Record empfangen wird, werden die SPF-Prüfergebnisse im raw E-Mail-Header angezeigt. Der folgende Header gibt an, dass der Absender der E-Mail von einem autorisierten Host gesendet wurde.

Postfix protokolliert mit syslog die SPF-Prüfergebnisse in maillog in etwa wie folgt.

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