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AnyDesk Fernwartung auf Linux und Windows

Fernwartung mit AnyDesk für Windows Linux macOS Raspberry Pi Android iOS

AnyDesk das vom Stuttgarter Programmierer-Team entwickelte Programm zur Fernwartung des gleichnamigen deutschen Startup Unternehmen AnyDesk Software GmbH, ermöglicht den Fernzugriff auf entfernte Computer. Ein speziell für diesen Zweck entwickelter Video-Codec sorgt dabei für eine schnelle Übertragung des Bildschirms. Auch das Übertragen von Dateien zwischen beiden PCs ist dabei möglich. AnyDesk setzt auf den Video-Codec DeskRT, der von den Entwicklern extra für die Übermittlung grafischer Bedieneroberflächen konzipiert wurde. AnyDesk will sich vor allem in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit von Remote-Desktop-Konkurrenzprodukte wie TeamViewer und Co. abheben.

INSTALLATION

Der Artikel beschreibt die Installation von AnyDesk in der Version 4.0.1 auf Linux Mint 19.1 x64bit Architektur.

AnyDesk ist noch nicht in einem Repository erhältlich, daher wird das Paket heruntergeladen und mit dem Paketmanager installiert. Mit ALT + CTRL + T ein Terminal öffnen.

Kommt es zu Fehler wegen Abhängigkeitsprobleme, müssen Pakete nach installiert werden.

Mit der apt-get Option -fix wird versucht die für AnyDesk erforderlichen Pakte bereitzustellen.

Darauf die AnyDesk Installation erfolgen kann.

AnyDesk starten, und es soll automatisch beim Systemstart geladen werden.

Amavis-new Installation für Postfix auf CentOS7

AMaViS steht für A MAil Virus Scanner und ist ein serverseitiger Virenscanner, der auf Unixoide Mail-Servern zum Einsatz kommt. Mit der Weiterentwicklung wurde die Implementierung für Spamfilter wie SpamAssassin erweitert.

  AMaViS wurde in der Programmiersprache Unix-Shell geschrieben, im Jahr 2000 wurde es dann auf Perl umgestellt,
ab dann amavis-new für die Standardschnittstelle zwischen den Mail Transfer Agents (MTA) und den Contentfiltern, beispielsweise kompatibel mit Postfix, sendmail oder Exim. Antivirenprogramme die mit amavis-new funktionieren sind beispielsweise AntiVir Unix oder ClamAV. Das aktuelle amavisd-new steht unter der GPLv2 und BSD-Lizenz und bietet auch die Möglichkeit, SpamAssassin und andere Filterprogramme (Milter) einzubinden.

INSTALLATION

In diesem Beitrag wird die Installation und Konfiguration von amavis-new beschrieben, mit der Integration für Postfix auf einem CentOS 7 basierten MTA. Es wird vorausgesetzt das Postfix bereits auf dem Host ist und Kenntnisse über Postfix vorhanden sind.

Es wird das EPEL Repository eingebunden, um anschließend die Komponenten installieren zu können.

Die Dienstprogramme amavis-new und ClamAV installieren.

Folgende Anpassungen in der amavisd Konfigurationsdatei editieren, mit vi /etc/amavisd/amavisd.conf

Bei aktivem SELinux wird eine Policy hinzugefügt.

Den Clamd Virenscanner editieren mit Hilfe des Stream Editors, folgende Befehlszeilen im Terminal-Shell ausführen:

Nun die Antiviren Erkennungsdatenbank herunterladen und aktualisieren.

Nachdem die amavis-new Konfiguration abgeschlossen ist, geht es an die Integration von Postfix, der Content-Filter kann in der Postfix Datei main.cf an beliebiger stelle hinzugefügt werden, durch das editieren mit vi /etc/postfix/main.cf

Dazu wird in der Datei /etc/postfix/master.cf die Schnittstelle für amavis-new am ende hinzugefügt.

Jetzt Postfix neu starten damit die Konfiguration wirksam wird.

Die amavis-new Services starten und zur Autostart Konfiguration hinzufügen.

AMAVISD FUNKTION TESTEN

Zum Abschluss kann man amavisd testen, damit beim herunterladen und installieren von amavis-new, durch erkennen einer UTM Firewall der download nicht verhindert wird, wegen der darin enthaltenen Virus-Test-Signatur, ist diese verkapselt.

Dazu ins Verzeichnis /usr/share/doc/amavisd-new-*/test-messages wechseln und folgende Zeile im Terminal-Shell ausführen, damit werden die EICAR-Test Dateien entkapselt und entpackt:

Nun mit sendmail im Terminal die EICAR-Test-Signatur an sich versenden.

In der Protokolldatei /var/log/maillog sollte dann folgender Entrag registriert sein.

  Erscheint beim versuch mit sendmail die Testmail zu senden der Fehler:reject: header To: undisclosed-recipients, muss die Datei sample-virus-simple.txt editiert werden, und bei From: und To: eine gültige Email eingetragen werden.

Troubleshoting

Die Überprüfung der Funktionalität von amavis-new kann mit folgendem vorgehen Aufschluss geben, als erstes der Status der daemon überprüfen, mit dem Parameter -l werden zusätzlich die letzten Zeilen aus dem Protokoll ausgegeben:

Weiter sollte auch sichergestellt sein das die Ports 10024 und 10025 aktive LISTEN sind:

Mit telnet dieses erst installiert werden muss, lässt sich die Funktion des amavisd und Postfix daemon interaktiv überprüfen:

 

E-Mail Verschlüsselung mit PGP und S/MIME

OpenPGP zum Verschlüsseln und Signieren von E-Mails mit Outlook in Windows 10

Verschlüsselte E-Mails zum Schutz der Privatsphäre sollte zur Selbstverständlichkeit gehören, um die Authentizität der Absender und die Unveränderlichkeit zu garantieren, wie verschlüsselte Webseiten über Transport Layer Security (TLS) heute fast überall der Standard ist, vor allem dank der freien und offenen X.509-Zertifizierungsstelle, Let’s Encrypt was kostenlos und einfach auf vielen Plattformen implementiert werden kann. Zum Verschlüsseln und Signieren von E-Mails, Dateien und Ordnern unter Windows bietet sich Gpg4win (GNU Privacy Guard for Windows) an, eine freie Software die mit nur wenigen Mausklicks installiert werden kann.

  OpenPGP ist der am häufigste verwendete E-Mail-Verschlüsselungsstandard mit asymmetrischen Schlüsseln. OpenPGP wird von der Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force (IETF) als vorgeschlagener Standard in RFC 4880 definiert.

INSTALLATION

Voraussetzung ist ein Windows 10 und Microsoft Outlook 2010, 2013, 2016 oder 2019 (32bit oder 64bit). Die in dieser Anleitung in Anwendung gebrachte Gpg4win Software kann hier herunter-geladen werden. Die Installation ist unspektakulär und vollzieht sich mit wenigen Maus klickst.

Nach dem Gpg4win auf dem Windows 10 Computer Installiert ist, findet sich das Outlook-Plugin GpgOL im Outlook Ribbon.

Weiter findet sich die Schlüsselverwaltung Kleopatra unter dem Start Programme Menü, aus diesem man sich erst ein Schlüsselpaar generieren lässt. Nach erzeugen eines Schlüsselpaares, dem privaten geheimen Schlüssel, kann der öffentliche Schlüssel den Empfängern bekannt gegeben werden. Es handelt sich hier um sogenannte asymmetrische Schlüssel.

Hat man eine eigene Webseite, empfiehlt es sich der öffentliche Schlüssel darauf zu publizieren, beispielsweise zur E-Mail in der Kontaktseite. Aus Kleopatra wird mit einem rechts klick über seiner E-Mail Adresse das Kontextmenü geöffnet, darin wählt man Exportieren, oder über die Option Details.

Der in der asc-Datei exportierte öffentliche Schlüssel kann in Notepad geöffnet werden, den Inhalt mit Copy & Paste in ein E-Mail einfügen, oder als Anlage an den Empfänger versenden, mit diesem man verschlüsselte E-Mail austauschen möchte. Grundsätzliche kann man mit jedem E-Mail Empfänger verschlüsselt kommunizieren, sobald Absender und Empfänger ihre PGP Public Keys untereinander ausgetauscht haben, und die E-Mail in Kleopatra beglaubigt wurde, können E-Mails untereinander entschlüsselt werden.

Beim verfassen einer Nachricht die Signiert und verschlüsselt werden soll, klickt man die Option Absichern im Outlook Ribbon.

PGP Verschlüsselte Email mit Outlook

Für Nutzer von Thunderbird gibt es das Enigmail Add-on, dieses hier heruntergeladen werden kann. Enigmail ist ein nahtlos integriertes Sicherheits-Add-on für Mozilla Thunderbird. Es verwendet OpenPGP um E-Mails zu verschlüsseln und digital zu signieren sowie empfangene Nachrichten zu entschlüsseln und zu überprüfen.

LINUX GnuPG

Für GNU/Linux basierte Systeme kann direkt GnuPG über den Paketmanager installiert werden.

Unter MacOS X kann die GPG Suite verwendet werden.