FortiClient ssl-vpn Failed

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Failed to establish the VPN connection. This may be caused by a mismatch in the TLS version. Please check the TLS version settings in the Advanced of the Internet options. (-5029)

Beim FortiClient kann der aufbau einer SSL-VPN Verbindung zur FortiGate folgende Warnung ausgeben.

Symptom

Failed to establish the VPN connection. This may be caused by a mismatch in the TLS version. Please check the TLS version settings in the Advanced of the Internet options.

Ursache

Das mittlerweile veraltete kryptografische Protokoll TLS 1.0 ist ab FortiOS 6.0 per default nicht mehr aktiviert. Es wird empfohlen mindestens TLS 1.1 (Cipher Suites) für Authentifizierung und Datenverschlüsselung zu verwenden. Wir sind derzeit bei TLS 1.3, das von der IETF (Internet Engineering Task Force) genehmigt wurde.

Lösung

Möchte man ältere Clients weiter verwenden, die man im Verlauf einer Migration über Update Rollout erst später mit TLS 1.2 oder höher einsatzbereit hat, kann auf der FortiGate das TLS 1.0 aktiviert werden.

Überprüfen der aktuellen TLS Einstellung, aus der FortiGate Console mit CLI Command:

FG60E # get vpn ssl settings | grep tls
tlsv1-0             : disable
tlsv1-1             : enable
tlsv1-2             : enable
dtls-hello-timeout  : 10
dtls-tunnel         : enable

Im CLI die Cipher Suite TLS 1.0 aktivieren.

config vpn ssl settings
set tlsv1-0 enable

Auch kann beim Client die TLS Version aus dem Microsoft Windows Snapin (inetcpl.cpl) Internetoptionen angepasst werden.

Windows-Logo + R

Win + R und der Eingabe von inetcpl.cpl

inetcpl.cpl ausführen

Bei Internetoptionen im Registerabschnitt Erweitert die TLS Version 1.0 aktivieren.

Internetoptionen Erweitert TLS 1.0 verwenden

Weitere Problemlösungen

Bei älteren Windows Versionen, oder bei Router mit PPPoE Internet Anbindung, können Fehler beim aufbau von SSL-VPN Verbindungen wie folgt behoben werden.

Es erscheint im FortiClient die Fehlermeldung:

Unable to establish the VPN connection. The VPN server may be unreachable (-5)

Dazu überprüft man die MTU grösse der Netzwerkschnittstellen, mit folgendem Befehl aus einer geöffneten Eingabeaufforderung

netsh interface ipv4 show subinterface

Die Ausgabe kann in etwa wie folgt aussehen:

C:\> netsh interface ipv4 show subinterface

   MTU  Medienerkennungsstatus   Bytes eingehend  Bytes ausgehend  Schnittstelle
------  ---------------  ---------  ---------  -------------
  1500                5          0          0  Ethernet
  1500                1  598892209   19487894  WiFi
  1500                5          0          0  Mobilfunk
  1500                1       5248     144442  VMware Network Adapter VMnet1
  1500                5          0          0  LAN-Verbindung* 1
  1500                1          0     134436  VMware Network Adapter VMnet8
  1500                5          0          0  LAN-Verbindung* 5
4294967295                1          0      67869  Loopback Pseudo-Interface 1
  1500                5          0          0  Bluetooth-Netzwerkverbindung
  1500                5          0          0  Ethernet 3

Die MTU Size überprüfen und ggf. auf 1400 anpassen. In einer als Administrator geöffneten Eingabeaufforderung, mit ausführen von netsh.

netsh interface ip4 set subinterface Ethernet mtu=1400 store=persistent

Alternativ dazu Regedit aufrufen und zu folgendem Schlüssel navigieren.

Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters\Interfaces

unter dem entsprechenden Interface mit der passenden IP Adresse, hier {222e135b-d09c-47a3-9236-63a041a02ea6} den Schlüssel MTU mit Wert 578 Hexadecimal ändern.

Regedit Interface mit der passenden IP Adresse

Nach einem Computer neustart kann die SSL-VPN Verbindung aufgebaut werden.

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