Keine Netzlaufwerke nach Windows-Update

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Netzwerkprobleme nach Update, kein Zugriff auf Netzlaufwerke

Windows 10 Clients zeigen Netzlaufwerke in Windows-Explorer nicht mehr korrekt an, Zugriff zu NAS und Server mit SMBv1 Freigaben sind nicht mehr möglich, nach dem Funktionsupdate für Windows 10, Version 2004 installiert wurde.

Freigabe zu NAS und Server unterbrochen nach Funktionsupdate 2004

Symptom

Netzlaufwerke zu Windows Freigaben können nicht mehr hergestellt werden, dies nach dem der Funktionsupdate 2004 vom Mai 2020 heruntergeladen wurde. Mit dem Windows-Update 2004 Build 19041.508, ist der Zugriff für Standard Benutzer zu Freigaben und Netzlaufwerke nicht mehr möglich, diese das Netzwerkprotokoll SMB 1.0/CIFS-Protokoll verwenden.

Ursache

Microsoft hat mit dem Windows 10 Funktionsupdate 2004 das verhalten für das Netzwerkprotokoll SMB Version 1 geändert. Das Netzwerkprotokoll SMBv1 gilt als nicht mehr sicher, die Empfehlung von Microsoft ist es, das veraltete SMB 1.0/CIFS-Protokoll nicht mehr zu verwenden.

Lösung

Der Registry Key ProviderFlags steuert die Wiederherstellung von Netzwerkfreigaben mit Server Message Block (SMB) Version 1, wenn diese in der Registry gespeichert werden. Der Registry DWORD Key ProviderFlags kann mittels Registry Editor unter [HKEY_CURRENT_USER\Network\<Lw>] hinzugefügt werden, oder durch ausführen der folgenden Zeile in einem Command Prompt:

Abbildung: Registry Key ProviderFlags

Das Netzlaufwerk (i) ist hier auf die Freigabe info gemappt auf SERVER01 dieser das Netzwerkprotokoll SMBv1 nutzt. Der Key ProviderFlags ist nur für Netzlaufwerke mit SMBv1 erforderlich. Die Änderung erfordert ein Neustart.

Auch zusätzlich kann erforderlich sein, den Verlauf der Netzlaufwerke zu löschen, unter dem Registrierungspfad Computer\HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Map Network Drive MRU können die zuvor gemappten Laufwerke entfernt werden.

Lösung: net use persistent:no

Eine weitere Lösung ergibt sich unter Verwendung des Parameter /persistent:no, dort wo das Netzlaufwerk mapping aus Login-Scripts ausgeführt wird, wie durch Batchdateien auf dem Anmeldeserver \\SERVER01\netlogon, oder in einem Netzwerk ohne ADS, durch ein lokales Anmeldeskript auf dem Client. Dabei werden die Netzlaufwerke im Anmeldeskript mit net use /persistent:no erstellt.

In diesem Beispiel werden alle Netzlaufwerke gelöscht, bevor diese erstellt werden, dabei werden die Netzlaufwerke nicht in der Registry dauerhaft gespeichert, hierdurch es nicht erneut zum Unterbruch kommt, das es mit dem Funktionsupdate 2004 für Netzlaufwerke gibt, mit Geräte die Netzwerkfreigaben und dem Netzwerkprotokoll SMBv1 verwenden.

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3 Gedanken zu „Keine Netzlaufwerke nach Windows-Update“

  1. Hallo Don, super, genau nach dieser Lösung habe ich seit Tagen gesucht, laut Datum seit gestern online. Ich habe schon diverse Versuche („Windows Features aktivieren oder deaktivieren“ via Systemeinstellungen und via PowerShell-Befehl) unternommen, mein SMB1-NAS unter Win10 FU 2004 wieder erreichbar zu machen. Nach Abschalten des SMB1-NAS und Herunter-/Hochfahren von Windows war mein SMB1-NAS immer wieder nicht erreichbar. Ein Blick in „Windows Features aktivieren oder deaktivieren“ zeigte, dass die SMB1-Unterstützung von Windows jedes Mal automatisch entfernt wurde. Schuld daran ist vermutlich die Option „SMB1.0/CIFS automatisch entfernen“, die sich trotz zuvor anderslautender Einstellung anscheinend von selbst aktiviert, sobald kein SMB1-Gerät im Netzwerk erkannt wird. Zum Verständnis: Sorgt der beschriebene Registry-Eintrag dafür, dass sich die Option „SMB1.0/CIFS automatisch entfernen“ nicht von selbst aktiviert, sobald das entsprechende SMB1-Gerät nicht eingeschaltet und mit dem Netzwerk verbunden ist?

    1. Hallo Manfred, Ja dieser Beitrag ist Brandneu, es hat aber nach meiner Erkenntnis nicht mit „SMB1.0/CIFS automatisch entfernen“ zu tun, vermutlich aber sind die Symptome nicht in jeder Umgebung und Konfiguration dieselben! So zB. in einer AD Domäne mit Geräte unterschiedlicher SMB Versionen, oder ohne Domäne, kann es ein anderes verhalten geben! Vermutlich hat sich mit FU2004 die Anforderungsanfrage vom Client an den Server geändert, dabei gibt der SMBv1 Server STATUS NOT FOUND zurück, der Key „ProviderFalgs“ scheint dabei ein Konflikt zu umgehen, indem der SMBv1 Share erneut aufgebaut wird, und nicht aus dem Cache abgerufen wird, wo der Eintrag blockiert ist. Man kann es auch mit „net use /persistent:no“ machen, damit das Lw bei jedem Login erneut gemappt wird.

      1. Hallo Don, besten Dank für Deine Antwort. Genau das macht die Fehlersuche so schwierig: Jede Netzwerkumgebung sieht anders aus, und deshalb sind auch die Symptome so unterschiedlich. Ich hoffe aber, dass sich Win10 FU 2004 bezüglich SMB1 nach diesen Maßnahmen nun stabil verhält und mein SMB1-NAS wieder dauerhaft erreichbar ist.

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